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QUELLE: http://www.praevention.at

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Prävention systematisch umsetzen

Die betriebliche Suchtprävention stellt ein wichtiges Element des betrieblichen Gesundheitsmanagements dar. Sie sollte von höchster Ebene beauftragt und mitgetragen werden und fix in der Organisation verankert sein.

 

Ein entsprechend besetzter Steuerungskreis gewährleistet dies. Idealerweise besteht er aus Vertretern/innen der Geschäftsführung und/oder der Personalabteilung, der Arbeitsmedizin, des Betriebsrats, aus Führungskräften der mittleren und unteren Ebene und einer Sicherheitsvertrauensperson (bei kleinen Unternehmen entsprechend kleinerer Personenkreis).

 

Betriebsvereinbarung zur Suchtprävention

 

Unter der Federführung des Steuerungskreises werden alle wesentlichen Maßnahmen und Regelungen zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite abgestimmt und als Betriebsvereinbarung zur Suchtprävention festgehalten. Folgende Bereiche werden dabei geregelt:

 

  • Gegenstand und Geltungsbereich
  • Ziele der Betriebsvereinbarung
  • Regeln für Konsum und Nicht-Konsum im Unternehmen
  • Maßnahmen zur Prävention, Aufklärung und Beratung
  • Steuerung des Präventionsprogramms
  • Beseitigung von betrieblichen Ursachen für Suchtgefährdung
  • Fürsorge- und Klärungsgespräche bei Auffälligkeiten in Richtung Gesundheits- und Leistungsbeeinträchtigungen
  • Interventionsleitfaden bei Suchtgefährdung
  • Schulungsmaßnahmen für Führungskräfte
  • Verweis vom Arbeitsplatz bei Gefährdung der Arbeitssicherheit
  • Reintegration nach Therapie und Umgang mit Rückfällen
  • Schweigepflichten

Kurzvideo: Inhalte und Maßnahmen eines betrieblichen Suchtpräventionsprogrammes

Herbert Baumgartner vom Institut Suchtprävention in Linz erläutert Inhalte und Maßnahmen der betrieblichen Suchtprävention: Grundsätzlich richten sich Präventionsmaßnahmen an alle Mitarbeiter/innen eines Unternehmens und informieren über Risiken von Suchtmittel. Ein weiterer wichtiger Bestandteil sind Weiterbildungsangebote für Führungskräfte zur gesundheitsorientierter Führung sowie Interventionsmöglichkeiten bei auffällig gewordenen Mitarbeitern.