Logo

QUELLE: http://www.praevention.at

Diese Seite Drucken

Ziele

Vorrangiges Ziel unseres Instituts ist es, die Probleme und Schäden, die im Zusammenhang mit psychoaktiven Substanzen und mit dem Phänomen Sucht auftreten, im Vorfeld durch präventive Aktivitäten zu minimieren. Ein sich daraus ergebendes Subziel ist die allgemeine Steigerung des gesundheitsförderlichen Verhaltens.

 

Wir wollen die Bevölkerung für das Thema Sucht sensibilisieren und über die Entstehungsbedingungen von Sucht und die Möglichkeiten der Vorbeugung informieren.

 

Im Rahmen personenorientierter Maßnahmen soll die Handlungs- und Kommunikationsfähigkeit einzelner Menschen, aber auch jene von Gruppen gestärkt werden. Konkret geht es dabei etwa um die Erhöhung der Kompetenz im Umgang mit Krisen und Konflikten, um die Förderung von Genuss- und Erlebnisfähigkeit oder um die Erhöhung des Selbstwertes. Um den gesellschaftlichen Umgang mit dem Thema Sucht zu optimieren, muss das Wissen über legale und illegale Substanzen, aber auch über bestimmte Verhaltensweisen verbessert werden.

 

Ein weiteres Hauptziel besteht darin, Präventionsaktivitäten auch auf der so genannten "strukturellen Ebene" zu etablieren. Denn vorbeugende Maß-nahmen entfalten oft dort ihre größte Wirkung, wo sie am wenigsten als solche benannt werden: In einer lebenswert gestalteten Umwelt, in qualifizierter und einfühlsamer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, in kooperativen und humanen Arbeitszusammenhängen oder in einer kreativen und Selbstentfaltung ermöglichenden Freizeit. Um diese Ziele zu erreichen, muss Suchtprävention auch auf politischer Ebene ernsthaft als Handlungsprinzip definiert sein.

 

Im Rahmen der Oö. Gesundheitskonferenz wurden im Jahr 2012 zehn neue Gesundheitsziele für Oberösterreich beschlossen. Eines der zehn Ziele widmet sich ausdrücklich der Suchtprävention, die in Oberösterreich verstärkt werden soll: 

 

Suchtprävention verstärken

Wirksame Suchtprävention setzt auf die Stärkung der Lebenskompetenzen und ist integriert in den Alltag. Sie wirkt sich auf einen verminderten Konsum von legalen (Alkohol und Tabak) und illegalen Drogen sowie auf die Verringerung von Verhaltenssüchten aus. Deswegen soll die Suchtprävention in Oberösterreich verstärkt werden.

 

Messgrößen: Bis 2020 wird die Anzahl der mit suchtpräventiven Maßnahmen erreichten OberösterreicherInnen von derzeit rund 80.000 auf 150.000 jährlich gesteigert. Bis 2020 wird die Anzahl der mit alkoholspezifischen Präventionsmaßnahmen erreichten oberösterreichischen Jugendlichen zwischen 13 und 18 Jahren von derzeit rund 3.000 auf 5.000 jährlich gesteigert. Bis 2020 wird der Anteil der oberösterreichischen 15- bis 19-Jährigen, die täglich rauchen, von derzeit rund 35 Prozent auf höchstens 20 Prozent gesenkt.