[21. März 2007] Aus für amerikanische "Light"-Zigaretten
In Zukunft dürfen US-amerikanische Zigaretten auch im Ausland nicht mehr als "Light" oder mit "geringem Teer-Gehalt" bezeichnet werden. Die Richterin Gladys Kessler hatte bereits im August das aus für Light-Zigaretten in den USA verhängt. Jetzt gilt ihr Urteil für die ganze Welt. Große Zigarettenkonzerne wie der Marlboro-Hersteller Philip Morris und Camel-Produzent Reynolds Tobacco hätten jahrelang die Gefahren des Rauchens vertuscht, um ihre Gewinne zu maximieren, so die Richterin. Strafzahlungen wurden allerdings keine verhängt.
Die Tabakkonzerne fochten das Urteil im August an. Die Beschränkungen wurden im Oktober ausgesetzt. Kessler wies das Ansuchen nun zurück und dehnte das Verbot auf die ganze Welt aus. Die betrügerischen Handlungen hätten sich auch über andere Länder erstreckt, betonte die Richterin. Der Philip-Morris-Mutterkonzern Altria meinte, Kesslers Klarstellung entspreche nicht dem Gesetz, habe aber keine unmittelbaren Auswirkungen auf das Geschäft. Altria werde nun die Berufung gegen den Richterspruch vorantreiben.
Quelle: Kurier




