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[12. April 2007] Internationale Hanfkonferenz in Vorarlberg

Die Forderung nach legalisierter Abgabe von Cannabis stand im Mittelpunkt einer internationalen Hanfkonferenz vergangenen Samstag in Lustenau. Teilnehmer aus Österreich, Deutschland und der Schweiz forderten die Gleichstellung von Cannabis mit Alkohol und Nikotin.

Tünde Kovacs von der Schweizer Vereinigung Pro Jugendschutz sprach sich für eine Legalisierung von Cannabis aus: "Wenn Cannabis aus dem Schwarzmarkt herausgenommen wird, ist es für Jugendliche nicht mehr so leicht zugänglich, weil die Kontrollen besser funktionieren", argumentierte Kovacs. Auch Theo Pütz vom deutschen Verein für Drogenpolitik befürwortete die Legalisierung: "Gekifft wird, ob es legal ist oder verboten". Bei Legalisierung könne man den Markt kontrollieren. Und erst dann könne der Jugendschutz greifen, meinte Pütz. Ähnlich argumentierte Bernhard Amann vom Verein "Legalize! Österreich", der anführte, dass es in Österreich im vergangenen Jahr insgesamt 19.021 Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz wegen Handels mit oder Konsums von Cannabiskraut oder -harz gegeben hat. "Mit einer Anzeige wird ein enormer Bürokratieapparat in Gang gesetzt", kritisierte Amann und bezifferte den finanziellen Aufwand der Exekutive für die Bearbeitung der Anzeigen mit rund 15 Millionen Euro.

Quelle: Der Standard

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