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[14. Juni 2007] Cannabis ohne Rausch

Wissenschafter des Pharmakologischen Instituts der Universität Heidelberg haben im Tierversuch erstmals exakt gezeigt, wie die unterschiedlichen Wirkungen von Cannabinoiden im Nervensystem entstehen. Einerseits werden vor allem an den Nervenfasern Schmerzen unterdrückt, andererseits entstehen Rausch und Muskellähmungen überwiegend im Gehirn und im Rückenmark. Durch die neuen Erkenntnisse ist es denkbar, Medikamente zu entwickeln, die gezielt die Schmerzen bekämpfen, ohne gleichzeitig gefährliche Begleiterscheinungen hervorzurufen. Von einer geeigneten Therapie könnten Patienten mit rheumatischen Erkrankungen, Entzündungen der Haut oder von Organen sowie Patienten mit Nervenverletzungen profitieren.

Bisher galt die Vermutung, dass Cannabinoide vor allem im zentralen Nervensystem, also in Gehirn und Rückenmark, sowohl die schmerzlindernde Wirkung als auch die unerwünschten Effekte hervorrufen. Bekannt war, dass Cannabinoide auch in den peripheren Teilen des Nervensystems wirken können, also in Nervenfasern, die Schmerzsignale von außen zur Körpermitte transportieren (Nozizeptoren). Als unwahrscheinlich galt aber, dass diese als Hauptwirkungsorte der Schmerzlinderung fungieren.

Details zu den Ergebnissen des Wissenschaftlerteams um Rohini Kuner und Nitin Agarwal hat die Fachzeitschrift "Nature Neuroscience" veröffentlicht.

Quelle: Focus online

 

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