INFO-
CORNER
|  INSTITUT     |  ZIELGRUPPEN  |  ANGEBOTE  |  THEMA SUCHT Drucken
NEWS
PRESSE
BIBLIOTHEK
DOWNLOADS
GEMEINDEARTIKEL
LINKS
PRäVENTIONSMAGAZIN
E-NEWSLETTER

 
Aktuell
Archiv
  

 
suchen | sitemap  |   kontakt | gästebuch

[18. Juni 2007] Gegen Führerschein-Tourismus von Alko-Lenkern

 

Wem in Österreich wegen Alkohol am Steuer der Führerschein entzogen wird, weicht neuerdings ins Ausland aus. Nicht, um dort seinen fahrlässigen Aktivitäten nachzukommen, sondern um rasch und unbürokratisch wieder an eine Lenkerberechtigung zu gelangen.

Während dies Wiederholungstätern hierzulande nur nach langen Führerschein-Entzügen und Nachschulungen möglich ist, reichen dazu jenseits der Grenze ein paar Euro an Gebühren. Um ihre Zielgruppe - meistens Alkoholiker - besser zu erreichen, schalten die Anbieter dieses "Service" inzwischen sogar Anzeigen in Medien.

Konkret sind es Tschechien und Polen, die derartiges auf Grund unklarer Rechtslage ermöglichen. Verkehrsexperten aus ganz Europa suchen dieser Tage am Fachkongress "Fit-to-drive" in Wien nach Lösungen, um dieses und weitere Probleme auf EU-Ebene zu lösen.

Nach Experten-Schätzung dürfte die Zahl dieser Alkolenker in Österreich mit ein paar Hundert noch relativ gering sein. Jedoch: "Es sind genau diese Hochrisiko-Lenker, die statistisch gesehen für die meisten schweren Verkehrsunfälle verantwortlich sind", so Wolf-Rüdiger Nickel vom International Council on Alcohol, Drugs and Traffic Safety (ICADTS). Weiters können derartige, in Tschechien oder Polen ausgestellte Lenkerberechtigungen, bei Vergehen in Österreich nicht eingezogen werden. Auch Vormerkungen nach dem österreichischen System bleiben ohne Folgen.

Gelöst werden kann das Problem nur auf EU-Ebene, so Othmar Thann vom Kuratorium für Verkehrssicherheit. Entsprechende Vorschläge sollen nach dem Kongress an die Kommission ergehen. Neben Länder-übergreifenden Richtlinien für die Wiederausstellung von Führerscheinen sollen beim Kongress Lösungen für ein EU-weit einheitliches Vormerk-System und standardisierte Qualitätskriterien bei der Ausbildung von Fahrlehrern und der Abnahme von Führerschein-Prüfungen erarbeitet werden.

Quelle: Die Presse

zurück