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[10. August 2007] Komatrinken: Gebietskrankenkasse fordert Kostenersatz von Eltern und Gastronomie

Kosten von bis zu 1000 Euro und mehr kann ein Spitalsaufenthalt nach exzessivem Alkoholkonsum verursachen. Der Obmann der oberösterreichischen Gebietskrankenkasse (OÖGKK), Alois Stöger, hat diese Woche mit einem neuen Vorschlag zur Komatrinkerproblematik für mediales Aufsehen gesorgt. Er fordert von den Eltern und Gastronomen die Bezahlung für den Krankenhaustransport, die Behandlung der Alkoholvergiftung und den Aufenthalt im Spital. Neun konkrete Fälle werden laut OÖGKK derzeit in Oberösterreich überprüft.

Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky sieht diese Idee skeptisch: Einerseits sei es schwierig, den Eltern nachzuweisen, dass sie ihre Aufsichtspflicht tatsächlich vernachlässigt hätten. Andererseits könne man Gastronomen nur schwer dafür belangen, Alkohol in übermäßigen Mengen ausgeschenkt zu haben. Die Beweisführung sei problematisch. Das Gesundheitsministerium will in erster Linie informieren und aufklären - sowohl Jugendliche als auch Eltern.

Die präventive Wirkung solcher Maßnahmen hält auch Christoph Lagemann, Leiter des des Instituts Suchtprävention und Obmann der Österreichischen ARGE Suchtvorbeugung, für sehr begrenzt. Denn mit dem Wissen über die selbst zu tragenden Kosten, könnten im Anlassfall Jugendliche größere Scheu als bislang zeigen, einen lebensrettenden Notarzt zu rufen.

Quellen: OÖN / Institut Suchtprävention

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