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[15. Oktober 2007] Tabakpolitik: Österreich ist Schlusslicht

Was unternehmen die Regierungen Europas, um die Bevölkerung vor dem Rauchen zu
bewahren und vor dem Passivrauch zu schützen? Welches sind die erfolgreichen Strategien? Wer geht mit gutem Beispiel voran und wer hinkt hinten nach? Die Antworten auf diese Fragen liefert eine Vergleichsstudie der Schweizer Krebsliga, die kürzlich bei der 4. Europäischen Konferenz „Tabak oder Gesundheit“ in Basel präsentiert wurde. Die Studie stellt die Tabakpolitik von 30 europäischen Staaten gegenüber, welche die so genannte „Tabakkontrollskala“ anwenden.

Die Tabakkontrollskala beruht auf sechs von der Weltbank definierten gesundheitspolitischen
Maßnahmen, die im Rahmen eines umfassenden Tabakkontrollprogramms vordringlich zu
ergreifen sind. Es sind dies:
• eine steuerbedingte Preiserhöhung von Zigaretten und anderen Tabakwaren;
• Rauchverbote/Rauchbeschränkungen in öffentlichen Einrichtungen und am Arbeitsplatz;
• eine Optimierung der Konsumenteninformation mit öffentlichen Aufklärungskampagnen, Medienreportagen und einer Veröffentlichung
• wissenschaftlicher Erhebungen;
• ein umfassendes Werbe- und Verkaufsförderungsverbot für sämtliche Tabakwaren sowie tabakrelevante Logos und Markennamen;
• große, eindeutige Gesundheitswarnungen auf Zigarettenpackungen und anderen Tabakwaren;
• Rauchentwöhnungsbehandlungen, u.a. durch vermehrte medikamentöse Unterstützung.

Nur gerade vier Länder – es sind dies Großbritannien, Irland, Island und Norwegen – erreichten 65 und mehr von maximal 100 Punkten. Auf den letzten Rängen finden sich Österreich, Luxemburg, Griechenland und Deutschland. 

Die genauen Studienergebnisse sowie eine Kurzfassung finden Sie hier.
    

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