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[15. Mai 2008] Keine Halluzinogene im Absinth

Ein Forschungsteam des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) in Karlsruhe hat jetzt ein altes Rätsel um den lange Zeit verbotenen Wermut-Trunk Absinth gelöst. Hieß es bislang, das Nervengift Thujon sei die Ursache für die angeblich halluzinogene Wirkung des Trunks, so wiesen die Wissenschaftler nun nach, dass allein hochkonzentrierter Alkohol den Absinth so wirkungsvoll macht.

"Die psychoaktive Wirkung ist ein Märchen gewesen", so Dr. Dirk Lachenmeier vom CVUA Karlsruhe. "Wir haben den Inhalt von alten Absinth-Flaschen genau analysiert, aber nichts gefunden außer Ethanol", schreiben die Forscher im "Journal of Agricultural and Food Chemistry". Die Flüssigkeit bestand demnach aus 70 Prozent Alkohol und 0 Prozent Halluzinogen. Der Thujon-Gehalt in versiegelten Absinth-Flaschen aus dem Jahr 1915 lag im Schnitt bei 25 mg/l. In heute erhältlichem Absinth sind bis zu 35 mg/l Thujon erlaubt.

Quellen: Ärztezeitung / Die Presse

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