[13. November 2008] Buch des Monats: Gesundheit, Ungleichheit und jugendliche Lebenswelten
Kaum eine Lebensphase ist so stark von zunehmenden Einflüssen aus unterschiedlichen sozialen Kontexten gekennzeichnet wie die Adoleszenz. Ungleiche Lebensbedingungen im Verbund mit Determinanten diverser sozialer Lebenswelten wirken wechselseitig auf die Heranwachsenden ein. Sie alle beeinflussen die körperliche, psychische und soziale Entwicklung und bestimmen die Möglichkeiten, zu einer stabilen Gesundheit und hohem Wohlbefinden zu gelangen. Bislang ist nur wenig über die Bedeutung sozialer und sozioökonomischer Einflussgrößen auf Gesundheit und Wohlbefinden im Kindes- und Jugendalter bekannt.
In dem Buch werden die Ergebnisse des zweiten WHO-Jugendgesundheitssurveys "Health Behaviour in School-aged Children (HBSC)" vorgestellt. Die deutsche Studiengruppe legt damit aktuelle empirische Daten zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen in der Adoleszenz vor und arbeitet heraus, über welche sozialen Einflussgrößen Gesundheit determiniert wird. Der Fokus liegt auf dem Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und verschiedenen gesundheitsrelevanten Zielgrößen. Anschließend werden unterschiedliche jugendliche Lebenswelten wie Familie, Schule und Peer Group thematisiert und in Bezug auf die ungleiche Verteilung von Gesundheit und Wohlbefinden diskutiert. Anknüpfungspunkte für die Praxis der Prävention und Gesundheitsförderung machen die Texte gleichermaßen für Studierende, Forschende und Praktiker attraktiv.
Sie können das Buch natürlich wie immer in unserer Fachbibliothek kostenlos entlehnen!

Matthias Richter, Klaus Hurrelmann, Andreas Klocke, Wolfgang Melzer, Ulrike Ravens-Sieberer (Hrsg.): Gesundheit, Ungleichheit und jugendliche Lebenswelten - Ergebnisse der zweiten internationalen Vergleichsstudie im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation WHO, erschienen 2008 im Juventa Verlag, Weinheim und München.




