![]() QUELLE: http://www .praevention.at DATUM: 17.05.2012 |
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[02. September 2010] Scheidungskinder greifen häufiger zur ZigaretteScheidungskinder greifen früher und öfter als Gleichaltrige aus klassischen Familienverhältnissen zur Zigarette. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Demnach haben Jugendliche und junge Erwachsene ein deutlich höheres Rauchrisiko, wenn sie in Alleinerzieher-Haushalten aufwachsen. "Insbesondere die Scheidung der Eltern während der Kindheit erhöht das Rauchrisiko", sagt DIW-Experte Thomas Siedler. "Das Aufwachsen mit einer alleinerziehenden Mutter oder der Tod des Vaters haben dagegen keinen großen Einfluss auf das Rauchverhalten Jugendlicher und junger Erwachsener." Die DIW-Studie beruht auf Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) über den Zusammenhang zwischen dem Rauchverhalten und dem Familienumfeld junger Menschen, die zum Zeitpunkt der Befragung durchschnittlich 24 Jahre alt waren. Unterschieden wurde dabei zwischen ostdeutschen, westdeutschen sowie Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Scheidung erhöht Rauchrisiko um rund ein Viertel Der entscheidende Auslöser für den Griff zur Zigarette ist bei allen drei untersuchten Bevölkerungsgruppen die Scheidung der Eltern: Bei Westdeutschen steigt das Rauchrisiko von Scheidungskindern um 14 Prozentpunkte, bei Menschen mit Migrationshintergrund und Ostdeutschen sogar um rund 25 Prozentpunkte. Insgesamt steigt die Rauchwahrscheinlichkeit im Westen um acht Prozentpunkte, im Osten und bei Migranten um 16 Prozentpunkte, wenn die Kinder nicht in einer „klassischen Familie“ aufwachsen. Zusätzlich ist auch der durchschnittliche Tabakkonsum höher: Die Wahrscheinlichkeit, täglich zehn Zigaretten oder mehr zu rauchen, erhöht sich in allen drei Bevölkerungsgruppen. Großen Einfluss hat zudem das Rauchverhalten der Mutter: Greift sie zur Zigarette, steigt die Rauchwahrscheinlichkeit ihrer Kinder um etwa 20 Prozentpunkte. Quelle: DIW Link zur vollständigen Pressemeldung: http://www.diw.de/de/diw_01.c.100319.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen.html?id=diw_01.c.359428.de |