[15. Oktober 2010] Buch des Monats: Kalter Rauch - Der Anfang vom Ende der Kippenrepublik
Das Rauchen ist eine seltsame Kulturtechnik: Sie hat offensichtlich keinen Nutzen. Man beginnt damit, wenn es an der Zeit ist, sich erwachsen zu fühlen und gleichzeitig mit den Werten der Erwachsenen zu brechen. Man greift zur Unvernunft, um in die Generation der Vernünftigen zu wechseln. Kalter Rauch setzt sich mit den Folgen des Rauchens für rauchende und nicht rauchende Menschen und die Gesellschaft allgemein auseinander. Es geht um Kulturgeschichte, medizinische Hintergründe, Tabak-Zusatzstoffe von Zucker bis hin zu unaussprechlichen Geschmacksverstärkern, die beim Verbrennen hochtoxische Gase freisetzen; um Strategien der Tabakindustrie, Gesetze zu unterlaufen und vor allem Minderjährige anzusprechen.
Der Autor, Lothar Binding, ist Abgeordneter des Bundestages und dort Mitglied des Finanzausschusses. Er war Initiator eines parteiübergreifenden Gruppenantrages – dem Impuls für die mittlerweile in Deutschland gültigen Gesetze zum Schutz vor Passivrauchen.
Kalter Rauch und weitere aktuelle Publikationen zur Tabakdebatte stehen zur kostenlosen Entlehnung in unserer Institutsbibliothek für Sie bereit.
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Lothar Binding, Kalter Rauch - Der Anfang vom Ende der Kippenrepublik, Orange Press, Freiburg, 2008 |





