[21. Dezember 2010] Maastricht: Coffeeshop-Verbot für Touristen bleibt aufrecht
In den Coffeeshops der südholländischen Stadt Maastricht dürfen weiterhin nur niederländische Staatsbürger Haschisch und Marihuana kaufen und konsumieren. Eine entsprechende Verordnung der Stadtverwaltung wurde vergangene Woche vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) bestätigt. Die Zutrittsbeschränkung für Ausländer verstoße nicht gegen das Europarecht und sei keine verbotene Diskriminierung von EU-Bürgern, sondern "durch das Ziel der Bekämpfung des Drogentourismus und der damit einhergehenden Belästigungen gerechtfertigt".
Geht es nach den Plänen der Regierung aus Rechtsliberalen und Christdemokraten, sind die Niederlande für Fremde die längste Zeit das Königreich für Kiffer gewesen: Die rund 700 Coffeeshops sollen Klubs werden, zu denen nur noch Besitzer eines Ausweises Zutritt haben, den nur volljährige Niederländer haben dürfen. Zudem sollten Coffeeshops einen Abstand von mindestens 350 Metern zu Schulen einhalten. Der linke Amsterdamer Bürgermeister Eberhard van der Laan ist besorgt: „Sollten die Coffeeshops für Ausländer gesperrt werden, kriegen wir wieder die Zustände von einst, dann kehren die Dealer auf die Straßen zurück. Die Coffeeshops haben den Gebrauch weicher Drogen beherrschbar gemacht.“
Quellen: Die Presse / orf.at




