[07. Dezember 2011] "Westbahn" fährt mit Raucherzügen
Rauchen zwischen Wien und Salzburg wird in den Zügen der privaten Betreibergesellschaft "Westbahn" möglich sein. In jedem Zug werde in einem Waggon ein etwa vier mal vier Meter großer Bereich für Raucher reserviert sein, sagte Westbahn-Sprecher Manfred Mader gegenüber wien.ORF.at. Der Bereich werde durch Glasschiebetüren abgeriegelt. Außerdem herrsche in dem Raucherbereich Unterdruck. Öffnen sich die Türen, kann die verrauchte Luft daher nicht ausströmen.
Mader betonte, Juristen hätten dieses System geprüft. Man gehe jetzt davon aus, dass es eine Möglichkeit ist, Rauchen im Zug zu erlauben. Daher werde die Westbahn am 11. Dezember in jedem Fall mit dem Angebot von Raucherabteilen den Betrieb aufnehmen.
Westbahn-Chef Stefan Wehinger gegenüber der Tageszeitung Kurier: "In unsrem ersten Zug um 5.32 Uhr am 11. Dezember dürfen Sie rauchen." Ob danach eine Anzeige den Lungenzug im Zug verhindert, werde man sehen.
Das Gesundheitsministerium sieht für Raucherabteile in Zügen keine Rechtsgrundlage. Das österreichische Tabakgesetz sehe ein generelles Rauchverbot in öffentlichen Orten vor, „dazu zählen auch die Verkehrsmittel“, hieß es. Das Ministerium gehe davon aus, dass in allen Zügen ein generelles Rauchverbot gelte. Das sei ja auch in den Zügen der ÖBB der Fall.
Einzige Ausnahme seien Gastronomiebetriebe, in denen es unter strengen Auflagen eigene Raucherzimmer geben dürfe. Andernfalls sehe das Tabakgesetz diverse Sanktionen vor.
Kurios ist, dass das Rauchverbot in den Zügen der ÖBB 2007 vom damaligen Vorstandsdirektor der ÖBB Personenverkehr AG, Stefan Wehinger, eingeführt wurde. Heute ist Wehinger Geschäftsführer der Westbahn. Als solcher begründet er heute das Angebot für Raucher damit, dass er als ehemaliger Raucher wisse, wie hart es sein könne, durchzuhalten.




