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QUELLE: http://www.praevention.at

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04.05.2017

Österreichische Dialogwoche Alkohol wurde in Wien präsentiert


Im Bild (v.links):Martin Schaffenrath, Vorsitzender–Stellvertreter des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger, Christoph Lagemann, Leitung Institut Suchtprävention pro mente OÖ und Obmann der ARGE Suchtvorbeugung, Pamela Rendi-Wagner, Bundesministerin für Gesundheit und Frauen, Michael Musalek, Ärztlicher Leiter des Anton-Proksch-Instituts (Foto: ARGE Suchtvorbeugung)

Vom 15. Mai 2017 bis zum 21. Mai 2017 findet in Österreich erstmals die Präventionskampagne „Dialogwoche Alkohol“ statt – initiiert von der ARGE Suchtvorbeugung in Kooperation mit dem Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträgern und dem Fonds Gesundes Österreich. Mit zahlreichen Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet soll dazu anregt werden, über das Tabuthema Alkohol zu reden. Die Kampagne wurde heute im Gesundheitsministerium in Wien bei einer gemeinsamen Pressekonferenz präsentiert.

Unter dem Motto „Wie viel ist zu viel?“ soll die Dialogwoche Alkohol informieren, sensibilisieren, zu Gesprächen anregen und dazu motivieren, über den eigenen Alkoholkonsum nachzudenken. „Wir wollen den Informationsstand der Bevölkerung verbessern: Viele Menschen wissen nicht, ab wann Alkoholkonsum zur gesundheitlichen Gefahr wird oder wohin sie sich für Beratung wenden können“, so Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner zu den Zielen der Dialogwoche. Der Umgang mit dem Thema Alkohol ist nach wie vor von viel Unwissenheit geprägt, das Thema Alkoholsucht ist nach wie vor ein Tabu. In diesem Zusammenhang klärt Michael Musalek, ärztlicher Leiter des Anton Proksch Instituts auf: „Alkoholsucht ist keine schlechte Gewohnheit, sondern eine chronische Erkrankung mit schweren physischen und psychischen Folgen.“

Rund 1 Million Menschen in Österreich konsumieren Alkohol in problematischem Ausmaß

„Aus Sicht der Gesundheitsförderung geht es um einen bewussten Umgang mit dem Genuss- und Suchtmittel Alkohol“, betont Klaus Ropin, Leiter des Fonds Gesundes Österreich. Die Präventionskampagne will Alkoholkonsum nicht pauschal verurteilen, sondern riskante Konsummuster aufzeigen und Wissenslücken zum Thema Alkohol schließen. So gelten rund 370.000 Österreicherinnen und Österreicher (5 % der erwachsenen Bevölkerung) als alkoholkrank. Zudem konsumieren weitere 9 % Alkohol in einem gesundheitsgefährdenden Ausmaß. Riskanter und problematischer Konsum kann Krankheiten, Unfälle und menschliches Leid verursachen – mit den  Folgen sind nicht nur die jeweils betroffenen Person, sondern auch ihr soziales Umfeld konfrontiert. „Durch übermäßigen Alkoholkonsum können bis zu 17 Lebensjahre verlorengehen. Nicht nur die gesundheitlichen und gesellschaftlichen, sondern auch die volkswirtschaftlichen Auswirkungen der Alkoholkrankheit sind in Österreich beachtlich“, ergänzt Martin Schaffenrath, stellvertretender Verbandsvorsitzender im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.

Veranstaltungen in ganz Österreich

Im Zentrum der Dialogwoche stehen zahlreiche verschiedene Veranstaltungen zum Thema Alkohol in allen Bundesländern, wie etwa Vorträge und Informationsveranstaltungen, Podiumsdiskussionen, Workshops mit Rauschbrillen Sprechstunden und Tage der offenen Tür in Beratungseinrichtungen, Abendveranstaltungen. Jede Aktion unter dem Motto „Wieviel ist zuviel? – Reden wir darüber!“ zählt. Daher rufen wir gemeinsam Einrichtungen Organisationen und Vereine aus dem Gesundheits-. Sozial- und Bildungsbereich auf,  aktiv zu werden und laden weiter dazu ein, eigene Aktionen und Angebote anzubieten und umzusetzen, und diese über die gemeinsame Plattform der Dialogwoche sichtbar zu machen. „Ein verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol will gelernt sein. Die erwachsene Gesellschaft hat hier eine große Verantwortung - ihre Vorbildwirkung und Haltung spielen eine wichtige Rolle in der Prävention“, fasst Christoph Lagemann, Obmann der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft Suchtvorbeugung zusammen.

Alle Informationen über die „Dialogwoche Alkohol“ und Möglichkeiten der Teilnahme und Unterstützung: www.dialogwoche-alkohol.at