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Koordinator/in für Suchtprävention - Lehrgang zur schulischen Suchtvorbeugung

Zielgruppe:
Lehrerinnen und Lehrer, Schulleiter/innen, Schulärztinnen und -ärzte an AHS und BMHS, die am Schulstandort als Koodinator/in für Suchtprävention tätig sein wollen.

 

Hintergrund: Die bedeutsame Rolle der Schule sowohl im Sinne der universellen Suchtprävention als auch bei spezifischen Problemlagen ist sowohl durch den Grundsatzerlass Gesundheitserziehung (Bundesministeriums für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten (GZ 27.909/115-V13196 vom 4.3. 1997, Rundschreiben Nr.7/1997) als auch durch die Rolle der Schule bei Vergehen gegen das Suchtmittelgesetz (§13Abs.1 SMG) festgelegt.

Um die Schulen zu unterstützen, Suchtprävention den aktuellen professionellen Standards entsprechend und unterstützt durch fachspezifische Einrichtungen umsetzen zu können und bei auftretenden Problemen (Konsum illegaler Substanzen, Konsum von Alkohol/Nikotin,…) korrekt handeln zu können wurde 1999 das Projekt „Koordinator für Suchtprävention“ (Landesschulrat /PH OÖ/Institut Suchtprävention) ins Leben gerufen.

Ziel war und ist es, Lehrkräfte/Schulärzte auszubilden, damit sie am Schulstandort als Expertinnen für suchpräventive Fragestellungen tätig sind (Rollenprofil). Seit 2000 wurden 170 Koordinatoren/innen für Suchtprävention an 85 Schulen)  ausgebildet. Die Koordinatoren/innen werden alljährlich zu einer Dienstbesprechung am Landesschulrat einberufen, deren Zielsetzung es ist, über aktuelle Entwicklungen zu informieren und aktuelle Fortbildungsimpulse zu setzen. 

Ausbildungsumfang: 8 Tage zu je 8 Einheiten plus 1 Tag Follow up; aufgeteilt auf 3 Semester

 

Inhalt:

 

Modul 1 (3 Tage): Einführung

  • Koordinator/in für Suchtprävention: Aufgaben, Zielsetzung, Rollenprofil
  • Einführung in die Suchtprävention/Suchtforschung
  • Psychoaktive Substanzen: Wirkungen, Nebenwirkungen, Aussehen, Preis, Verfügbarkeit
  • Essstörungen: Grundformen von Essstörungen, Verbreitung, Risiko und Schutzfaktoren, Umgang mit Essstörungen im schulischen Kontext, Hilfsangebote
  • Suchtberatungsstelle Point stellt sich vor
  • Problematischer Medienkonsum: Definition, Formen, Epidemiologie

 

Modul 2 (3 Tage): Suchtprävention in der Schule

  • Grundlagen schulischer Suchtprävention, Unterrichtmaterialien, Übungen für die pädagogische Praxis

 

Modul 3 (2 Tage): Suchtmittelkonsumierende Jugendliche im Schulalltag

  • Motive von jugendlichem Substanzkonsum und mögliche Erkennungsmerkmale im schulischen Alltag
  • Gesetzliche Grundlagen zum Umgang mit Suchtmittel konsumierenden Schülerinnen und Schülern
  • Ein Interventionsmodell und dessen mögliche Umsetzung
  • Hilfreiche Gesprächshaltungen in der Beratung von Schülerinnen und Schülern und deren Eltern unter Berücksichtigung des jeweiligen Kontexts
  • Kennenlernen des Beratungs- und Unterstützungsangebotes im Bereich Jugend und Sucht

 

Lehrgangsleitung

  • Pädagogische Hochschule: Dir. Mag. Siegfried Streicher
  • Institut Suchtprävention: Mag. Ingrid Rabeder-Fink
  • Landesschulrat für OÖ: Dr. Gertrude Jindrich

 

Referenten/innen

  • Mitarbeiter/innen Institut Suchtprävention
  • Mitarbeiter/innen Drogenberatungsstelle Point
  • Dr. Primar Univ.-Doz. Dr. Hans Rittmannsberger (Landesnervenklinik Wagner Jauregg Linz)
  • Dr. Alexandra Lagemann (Psychologin und Psychotherapeutin)
  • Roland Wiednig (Landeskriminalamt OÖ)

 

 

Abschluss: ZERTIFIKAT KOORDINATOR/IN FÜR SUCHTPRÄVENTION

Ihre Ansprechpartnerin:

Mag. Ingrid Rabeder-Fink
Leitung Abteilung Schule - Familie - Kinder
ingrid.rabeder(at)praevention.at
T +43 (0) 732 77 89 36 - 12