Peer Drive Clean
Junge FahrerInnen sind besonders häufig an Verkehrsunfällen mit der Unfallursache Alkohol beteiligt. Speziell an Wochenenden wird zwischen Alkohol- oder Drogenkonsum und Autofahren nicht immer strikt getrennt - Stichwort „Discounfälle“.
Um dieser Problematik entgegenzuwirken und junge Menschen gezielt über die Gefahren von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr zu informieren, erprobte man im Jahr 2000 in der Region Magdeburg den Einsatz von Peers, d. h. Gleichaltrigen, an Fahrschulen. Aufgrund des belegten Erfolges durch begleitende Evaluation wurde das Projekt Peer Drive Clean ins Leben gerufen und in Folge EU-weit in neun Ländern umgesetzt.
In Oberösterreich startete Peer Drive Clean im Jahr 2008 an vier Fahrschulen. Das Pilotprojekt war in 22 Kurseinheiten vertreten. Mit Erfolg wurden 470 FahrschülerInnen erreicht. Antwort eines Fahrschulbesitzers, ob er wieder bei PDC mitmachen würde: „Absolut JA – aktives Tun und die TeilnehmerInnen aus der Passivität herauszulocken ist wichtig – das Peer Prinzip ist eine große Stärke!“
Aufgrund der guten Ergebnisse in der Pilotphase wurde das Projekt fortgesetzt und ausgeweitet. Interessierte Fahrschulen können Peer Drive Clean kostenlos in Anspruch nehmen.
Lebhafte Diskussion statt Frontalunterricht
Eingebettet in die obligatorische Fahrschulausbildung (in ca. 75 Minuten im Rahmen des Moduls Alkohol & Drogen im Straßenverkehr) wird von Peer-TrainerInnen, das heikle Thema Alkohol, Drogenkonsum und Straßenverkehr mit unkonventionellen Methoden auf den „Lehrplan“ gerufen.
Die Peers sind 18- bis 24-jährige Erwachsene, meist Studierende im sozialen bzw. pädagogischen Bereich und ausgebildet, sowie betreut durch das Institut Suchtprävention.
Zwei Peer-TrainerInnen kommen in die Fahrschule und übernehmen die Gestaltung der „ungewöhnlichen“ Einheit bei der Denkprozesse initiiert werden sollen und dynamischer Austausch ermöglicht wird.
Der Interventionsansatz
Der Vorteil des Peer-Ansatzes ist, dass Jugendliche mit lebensnahen Botschaften eher eine Gesprächsbasis finden als Erwachsene. Die Peer-TrainerInnen in Fahrschulen agieren als PartnerInnen „auf gleicher Augenhöhe“, da sie selber auch zur Gruppe der „jungen FahrerInnen“ gehören.
Peer Drive Clean setzt vor der motorisierten Verkehrsteilnahme an. FahranfängerInnen verfügen einerseits zumeist über Konsumerfahrungen, haben andererseits jedoch noch keine ausgeprägten Gewohnheiten zu Trinken und Fahren entwickelt.
Zudem stellt die Fahrschule einen „freiwilligen“ Lernort dar. FahrschülerInnen sind zielorientiert auf die LenkerInnenberechtigung und dadurch auch hochmotiviert.
Peer Drive Clean als Schnittstelle Verkehrssicherheit und Suchtprävention.
Zusammenfassung der Ziele
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Sensibilisierung für die Gefahren im Straßenverkehr, die in riskanten und verantwortungslosen Verhaltensweisen ihren Ursprung finden.
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Lösung von Trink-Fahr-Konflikten; d.h. auf riskante Situationen vorbereitet sein, diese erkennen und angemessen handeln.
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Reduzierung der Verkehrsunfallzahlen von jugendlichen FahrzeuglenkerInnen, die auf den Einfluss von Alkohol und illegalen Drogen zurückgeführt werden.
Für Details zu Peer Drive Clean klicken Sie bitte auf das Dokument unter dem Bild:

Peer Drive Clean [438 kB]
Bei Interesse zu Peer Drive Clean erhalten Sie nähere Informationen
am Institut Suchtprävention:
Tel.: +43 (0) 732 / 77 89 36
info@praevention.at
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