Das Kooperationsprojekt von Polizei OÖ und Institut Suchtprävention Linz wird ab der 8. Schulstufe angeboten. clever & cool orientiert sich an den neuesten Erkenntnissen der Sucht- und Gewaltprävention. Das Unterrichtsprojekt wird im Umfang von 11 Modulen über ein ganzes Schuljahr durchgeführt. Dabei übernehmen die Lehrer/innen der Klasse eine wesentliche Rolle. Die Eltern werden ebenfalls miteinbezogen.
Der Unterricht beinhaltet Wissensvermittlung zu den Themen Sucht, Gewalt, Prävention, Verkehrssicherheit, Gesetz und aktuelle Jugendthemen. Zudem sollen Fähigkeiten gefördert werden, die nach den Erkenntnissen der Präventionsforschung zentral sind: Probleme und Konflikte lösen, Umgang mit Stress und Aggression lernen, miteinander reden können, Gefühle ernst nehmen, sich selbst behaupten können ohne andere zu verletzen. Schüler/innen sollen im Rahmen dieses Präventionsprojektes erleben, dass sie als Menschen wertvoll sind und ernst genommen werden. In einem wertschätzenden Klima können eigene Konsumgewohnheiten kritisch hinterfragt und Alternativen für suchtriskantes Verhalten entwickeln werden. Die interaktive Unterrichtsgestaltung und methodische Vielfalt machen die Inhalte interessant und verstehbar.
Hervorragende Evaluationsergebnisse
Im Schuljahr 2009/10 wurde erstmals eine umfangreiche, unabhängige Evaluierung dieses Projekts durchgeführt, die von Prof. Mag. Dr. Johann Engleitner vom Zentrum für Forschung und Entwicklung der Pädagogischen Hochschule OÖ. geleitet wurde. Mehr zu den Ergebnissen erfahren Sie auf unserer Homepage unter: /news/index.php/action.view/entity.detail/key.847/nav.6/view.29/level.2/archiv.true/
Beitrag im Bildungs-TV (Juni 2011)
Und so funktioniert es
Melden Sie Ihr Interesse oder Ihren Teilnahmewunsch dem
Institut Suchtprävention oder der Polizei OÖ (siehe Kontakt und Anmeldung).
Präventionsbeamte/innen der Polizei aus Ihrem Bezirk nehmen in Folge Kontakt mit Ihnen auf.
Es erfolgt ein Erstgespräch mit Schulleitung und interessierten Lehrer/innen.
Entscheidung über Teilnahme.
Präventionsbeamte/innen stellen das Projekt an der Schule vor.
Für die Schule entstehen keine Kosten!
Projektüberblick
Wer tut Was
Polizei OÖ
Projektbegleitung und Hilfe bei der Organisation.
Mitarbeiter/innen des Instituts Suchtprävention werden nach Bedarf einbezogen.
Projektvorstellung an der Schule.
Durchführung der Module in den ausgewählten Klassen mit Unterstützung
der Lehrer/innen. Diese sind „Co-Trainer/in“ und/oder „Beobachter/in“.
Nach jedem Modul findet eine Reflexion statt.
Zwei Elternworkshops werden nach dem Elternvortrag des Instituts Suchtprävention angeboten. Themen sind: detaillierte Projektdarstellung mit Fotodokumentation und Präsentation der bereits abgehaltenen Module, Klärung offener Fragen,Vertiefung desvorangegangenen Vortrags, Übung zur Konsumreflexion und Substanzinformation.
Institut Suchtprävention
Projektbegleitung durch die Mitarbeiter/innen des Instituts Suchtprävention:
Fragen zur Organisation/Koordination, zu suchtpräventiven Inhalten oder Methoden,
zu Unterrichtsmaterialien.
Durchführung der schulinternen Lehrer/innenfortbildung
"Suchtprävention im schulischen Kontext"
Elternvortrag findet im Verlauf des Schuljahres mit dem Titel „Kinder in ein suchtfreies Leben begleiten" statt. Die anwesenden Eltern erhalten zur Vertiefung das Handbuch „Wie schütze ich mein Kind vor Sucht“ des Instituts Suchtprävention.
Schule und Projektlehrer/innen
Die Schule bietet die Rahmenbedingungen:
benötigte Zeitressourcen, Räumlichkeiten, Equipment.
Schulprojektteam aus Klassenlehrer/innen und/oder Klassenvorstand
übernimmt die Projektverantwortung seitens der Schule und ist zuständig für
die Organisation folgender Terminvereinbarungen:
1) Lehrerfortbildung und Elternvortrag mit dem Institut Suchtprävention
2) Modul 4 (Jugendservice) und Modul 5 (Bily)
Gemeinsame Vor- und Nachbereitung der Module
Alle Lehrer/innen der unterrichtenden Projektklassen unterstützen die Durchführung
des Projektes nach Möglichkeit, z.B.: Stundenzusammenlegungen bzw. Stundentausch, relevante Inhalte im Fachunterricht behandeln, Themen vertiefen, ideelle Unterstützung...
Organisation der Abschlussveranstaltung und Klassenpräsentation durch das Schulprojektteam. Bei öffentlichen Veranstaltungen sind die Polizei OÖ und das Institut
Suchtprävention vertreten.
Für Presseaussendungen über das Projekt soll die bestehende Vorlage verwendet werden.
Nach Abschluss des Modellprojektes soll das Thema „Suchtprävention“ in der Schule autonom verankert und selbständig umgesetzt werden.
Schulinterne Lehrer/innenfortbildung
"Suchtprävention im schulischen Kontext"
Ziel: Lehrer/innen sollen über die aktuellen Erkenntnisse der Suchtprävention informiert werden und erhalten Wissen über konkrete Handlungsmöglichkeiten.
Umfeld Schule: Von wesentlicher Bedeutung ist die Rolle der Lehrer/innen, die das Projekt begleiten. Daher ist die Fortbildung „Suchtprävention im schulischen Kontext“ ein wichtiger Bestandteil. Sie soll die Lehrer/innen befähigen das Projekt zu unterstützen und die Inhalte der Suchtprävention zukünftig im schulischen Alltag umzusetzen.
Inhalte der Fortbildung:
Suchtprävention als pädagogische Grundhaltung
Basics: Suchtdefinition, Suchtprozess, Epidemiologie, Risiko- und Schutzfaktoren
Konsumformen, Konsummotive im Jugendalter
Bedeutung und Förderung der Lebenskompetenzen
Seminarzeiten: 8 UE à 45min, 2 Halbtage oder 1 Tag
Termin nach Vereinbarung mit dem Institut Suchtprävention Linz
Kosten: keine, das Angebot wird vom Land OÖ finanziert
Materialen: Suchtprävention in der Schule, DVD „take-5“, x-act Alkohol, x-act Essstörungen, x-act Nikotin, aktuelle Informationsmaterialien