Früh erkennen und Handeln
„Handle stets so, dass Du die Anzahl Deiner Möglichkeiten vergrößerst!“ (H. von Förster)
Mit problematischem Verhalten von SchülerInnen sind die meisten Lehrkräfte immer wieder konfrontiert. Sozialer Rückzug, starker Leistungsabfall, Schulverweigerung, Gesundheitsprobleme etc. sind Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt. Dahinter können Probleme verschiedenster Art stehen, z.B. Entwicklungskrisen, Belastungen innerhalb der Familie, Schwierigkeiten im Schulalltag wie Überforderung oder Mobbing. Im Versuch, mit Belastungen fertig zu werden oder sie einfach nur auszuhalten, entwickeln manche SchülerInnen Verhaltensweisen, die ihre psychische und physische Gesundheit gefährden – wie Substanzkonsum, Essstörungen oder den Rückzug in Internetspiele. In jedem Fall braucht es kompetente Unterstützung seitens der Schule. Dieses Engagement macht aber in den meisten Fällen dort mehr Sinn, wo es nicht nur von isolierten Einzelpersonen gelebt wird.
Früh erkennen und handeln, also gelebte Hilfe bei Krisen und Konflikten, bedingt Zusammenarbeit im Kollegium, mit Eltern, mit externen Beratungsstellen und auch Behörden.
Step by Step will die Schule, ihre Lehrkräfte dabei unterstützen, eine mögliche (Sucht)gefährdung von SchülerInnen frühzeitig zu erkennen, angemessen zu intervenieren und sich selbst nicht zu überfordern. Die Vermutung oder Wahrnehmung, dass ein Schüler oder eine Schülerin Probleme hat, zieht auch eine Reihe Fragen im Kollegium mit sich:
Mit wem kann ich meine Beobachtungen oder Sorge besprechen? Wie kann ich angemessen reagieren? Ab wann soll ich tätig werden? Wie kann ich am besten ein Gespräch mit dem/der Betroffenen beginnen? Was soll ich ansprechen, und wie? Wann kann bzw. muss ich die Eltern miteinbeziehen? Wie kann ich möglicherweise irritierte MitschülerInnen unterstützen? Wo sind meine Grenzen? Welche Möglichkeiten von professioneller Hilfe von außen gibt es?
Inhalte
- Hintergründe und Ursachen von jugendlichem Problemverhalten
- Früherkennung
- Intervention
- Überprüfung
- Gesetzliche Grundlagen
- Handlungsmodelle an der Schule
Nachhaltige Wirkungen
- Gefährdete Schüler und Schülerinnnen erhalten frühzeitig professionelle Hilfe: Frühzeitige Intervention beugt Chronifizierungen und eskalierenden Situationen vor. SchülerInnen können eher eigenen Ressourcen aktivieren um ihr Verhalten oder das nähere Umfeld zu verändern.
- Die einzelne Lehrperson wird entlastet: Geteilte Verantwortung, klare Zuständigkeiten und Transparenz kann entlasten und zur Sicherheit im Umgang mit gefährteten SchülerInnen beitragen.
- Die Kernaufgabe ist besser erfüllbar: Eskalation und Krisen rauben Energie und können die Hauptaufgaben eines geregelten Schulbetriebes erschweren.
Mindestteilnehmeranzahl
10 Lehrkräfte, idealerweise auch Schulleitung und Schulärzt/in
Dauer
8 Unterrichtseinheiten
Termin
nach Vereinbarung
Kosten
Es fallen keine Kosten an.
Ihr Ansprechpartner zu diesem Angebot:
Herr Mag. Michael Silly
Tel.: 0732 / 77 89 36 - 38
E-Mail: michael.silly@praevention.at |