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Finanzen

Das Institut Suchtprävention der pro mente Oberösterreich verfügt derzeit über ein jährliches Budget von rund 1,5 Millionen Euro, mit dem sämtliche anfallende Kosten (Infrastruktur, Personal, Projekte) gedeckt werden müssen. Der weitaus überwiegende Teil dieser Finanzmittel wird vom Land Oberösterreich bereitgestellt.

Somit ergibt sich für unser Bundesland ein suchtpräventives Pro-Kopf-Budget von rund einem Euro. Im Vergleich zu den Steuereinnahmen im Zusammenhang mit psychoaktiven Substanzen ist dieser Anteil eklatant wenig. So fallen beispielsweise alleine bei der Tabaksteuer pro Oberösterreicher/in im Jahr etwa 171 Euro an.

Dazu kommt, dass die öffentlichen Mittel für Suchtvorbeugung nicht nur vergleichsweise gering sind, sondern auch unsicher. Denn sie befinden sich in den Landesbudgets in der Regel nicht in den Pflicht- sondern in den Ermessensausgaben.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist der Hinweis, dass jene finanziellen Mittel, die in suchtpräventiv qualitätsgesicherte Aktivitäten investiert werden "cost-effectiv" sind, also mehr Nutzen bringen als Kosten verursachen. Das renommierte National Institute on Drug Abuse (NIDA) in den USA kommt zu folgendem Schluss: "Research-based prevention programs can be cost-effective. Similar to earlier research, recent research shows that for each dollar invested in prevention, a savings of up to $10 in treatment for alcohol or other substance abuse can be seen.”[ 

Effiziente Suchtprävention setzt heute auf kontinuierliche und längerfristige Maßnahmen. Dies muss sich grundsätzlich auch in den finanziellen bzw. gesetzlichen Rahmenbedingungen niederschlagen. Da im Bereich psychoaktive Substanzen wirtschaftliche Interessen von massiver Bedeutung sind, ist die adäquate Ausstattung der Suchtprävention mit öffentlichen Geldern besonders wichtig. Suchtprävention, die aus finanziellen Gründen gezwungen ist, mit der Wirtschaft zu kooperieren, verliert schnell jegliche Glaubwürdigkeit.