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Personale Schutzfaktoren | Soziale Schutzfaktoren

Schutz- und Risikofaktoren

Konzept und Begriffe

"Das Konzept der Risikofaktoren sagt, dass die Wahrscheinlichkeit von Substanzkonsum und Abhängigkeit erhöht wird durch Umstände und Faktoren, die bei Konsumenten oder abhängigen Personen überdurchschnitt-lich oft angetroffen werden. Gegenstück dieser Risikofaktoren sind Schutz-faktoren, welche die Risikolage vermindern.", so die allgemein anerkannte Definition des Schweizer Suchtexperten Dr. Ambros Uchtenhagen.

Bezüglich des Begriffs "Schutzfaktoren" gibt es laut Dr. Alfred Uhl vom Ludwig-Bolzmann-Institut für Suchtforschung zwei unterschiedliche Interpre-tationen:

  • Quantitative Interpretationen
    Risikofaktoren sind das Gegenteil von Schutzfaktoren. In diesem Sinne ist ein gutes Familienklima ein Schutzfaktor und ein schlechtes Familienklima ein Risikofaktor.
  • Qualitative Interpretationen
    Diesen zufolge sind Schutzfaktoren als solche allgemein nicht benennbar, sondern werden durch erhöhte Widerstandskraft oder verringerte Verletzlichkeit von Personen bezüglich des drohenden Einflusses von Risikofaktoren repräsentiert. Gutes Schulklima ist nach dieser Auffassung kein direkter Schutzfaktor, sondern bewirkt die Stärkung der Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler. Eine starke Persönlichkeit hat die Fähigkeit, mit Belastungen besser umzugehen.

Aus Gründen der besseren Darstellbarkeit folgt die  auf dieser Homepage verwendete Auflistung der personalen und sozialen Schutzfakto-ren der quantitativen Interpretation. Ansatzpunkte für die präventive Arbeit im Sinne moderner Suchtprävention sind die Reduktion von Risikofaktoren und die Stärkung der personalen und sozialen Kompetenzen der Heranwachsenden (Schutzfaktoren).