THEMA-
SUCHT
|  INSTITUT     |  ZIELGRUPPEN  |  ANGEBOTE  |  THEMA SUCHT Drucken
GRUNDLAGEN
SUBSTANZEN
SELBSTTEST ALKOHOL
VERHALTENSSüCHTE
STUDIEN

 
Was ist Sucht?
Suchtentstehung
Gesundheit und Suchtprävention
Schutz- und Risikofaktoren
Thema Alkohol
Thema Nikotin
Thema Medikamente
Thema Party- drogen
Thema Mehrfach- abhängigkeit

 
suchen | sitemap  |   kontakt | gästebuch

Alkoholwirkung | Gesundheitsrisiko | Alkoholkonsum | Alkoholwirtschaft | Jugend und Alkohol | Straßenverkehr

Alkohol

Kultur des Alkoholkonsums

Das Wort Alkohol ist erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in die Umgangssprache eingedrungen. Sein Ursprung ist babylonisch (akkad. guhlu). Über das arabische alkul ("das Feinste", "feines Pulver", "aus Antimon bereitete Augenschminke") gelangte es in die Alchemie, wo es das feinpulvrige Substrat der Dinge bezeichnete, also eine trockene Substanz. 

Alkohol wird seit mindestens 4000 Jahren getrunken, wobei die Bedeutung des Alkohols in seinen Funktionen als Nahrungs-, Genuss-, Sucht-, Rausch- und Arzneimittel sowie als sakrales Mittel über die Zeiten und Kulturräume jeweils variierte. Idealtypisch lassen sich vier „Kulturformen“ bezüglich der gesellschaftlichen Umgangsformen mit Alkohol unterscheiden:

  • Abstinenzkulturen
    Alkoholkonsum ist untersagt.
  • Ambivalenzkulturen
    Es besteht ein Konflikt zwischen koexistenten Wertstrukturen gegenüber Alkohol. Der Alkoholkonsum wird zeitlich und regional beschränkt toleriert und es gibt starke gesellschaftliche Gruppen, die versuchen den Zugang zum Alkohol möglichst einzuschränken.
  • Permissivkulturen
    Der Alkoholgenuss ist erlaubt, Trunkenheit und exzessive Formen des Alkoholkonsums werden aber abgelehnt.
  • Permissiv-funktionsgestörte Kulturen
    Nicht nur das "normale" Alkoholtrinken, sondern auch der Exzess wird gebilligt.

Abstinenzkulturen sind gegenwärtig einige streng islamische Länder. Nordeuropa befindet sich infolge der europäischen Einigung in einer Transitphase von einer Ambivalenzkultur zu einer Permissivkultur. Der mitteleuropäische Raum, und somit auch Österreich, liegt zwischen den permissiv und den permissiv-funktionsgestörten Kulturen: Alkoholgenuss wird dort kaum beschränkt und ist ein nicht wegzudenkender Bestandteil vieler gesellschaftlicher Ereignisse und Rituale. Bei bestimmten Anlässen wird auch Trunkenheit von großen Bevölkerungsteilen akzeptiert. Üblicherweise werden Verhaltensweisen, die jenseits der allgemein tolerierten Formen des Alkoholkonsums fallen, als "Alkoholmissbrauch" bezeichnet, ohne Bezug auf das Ausmaß des tatsächlichen Konsums und/oder dessen gesundheitlicher Auswirkungen zu machen. Wer sich nach geringem Alkoholkonsum auffällig verhält, wird dabei eher als MissbraucherIn klassifiziert, als jemand, der sich nach exzessivem Alkoholgenuss noch kontrolliert zeigt und zu betragen weiß.