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Engelstrompete - legale Droge

Die Engelstrompete (Brugmansia spp.) stammt urprünglich aus Südamerika und gehört zu den Nachtschattengewächsen. Ihre Wirkstoffe sind Scopolamin und Hyoscyamin. Die Pflanze wächst strauchartig. Die typischen, 20 - 30 cm langen, nach unten hängenden, trompetenähnlichen, oftmals süßlich duf-tenden Blüten verleihen der Pflanze ihren Namen.

In Europa sind bei Menschen, die leichtfertig die Engelstrompete als Rauschmittel überdosiert zu sich genommen haben, immer wieder Vergif-tungsfälle und delirante Zustände aufgetreten. Sogar Todesfälle sind bekannt.

Aufnahme / Wirkungsdauer

Die oberirdischen Teile der Pflanzen werden geraucht oder oral eingenommen. Die getrockneten Blätter oder Blüten werden auch als Tee mit heißem Wasser getrunken. Meist genügen zwei bis vier Blätter oder eine Blüte um Halluzinationen zu erzeugen. Teilweise werden die getrockneten Blätter auch geraucht, wobei ein etwas leichterer Rausch auftritt.

Rausch

Bei der oralen Einnahme werden die Wirkstoffe rasch resorbiert und es kommt nach einer halben bis einen Stunde zu fiebertraumähnlichen Visionen und Illusionen, die sich rasch in Halluzinationen umwandeln, bei denen der Benutzer nicht mehr zwischen Rausch und Realität unterscheiden kann.

Diese teilweise sehr erschreckenden halluzinatorischen Erlebnisse können zwischen drei Stunden und drei Tagen (Übergang ins Delirium) andauern. Während des Rausches kann es vorkommen, dass der Konsument sehr verhaltensauffällig und gewalttätig wird. Die erheblichen körperlichen und physischen Begleiterscheinungen machen den Rausch ausgesprochen unangenehm.

Nach der Erregungsphase fällt der Konsument häufig in einen Dämmerschlaf. Bei höheren Dosierungen und Vergiftungen berichten Betroffene oft von einem starken Gedächtnisschwund, der tagelang andauern kann. Userberichten zu Folge ist während eines durch scopolamin- und atropinhaltige Pflanzen verursachten Rausches ein säuerlicher Geschmack in der Mundhöhle zu bemerken.

Körperliche Wirkungen / Risiken während des Rausches

Extreme Pupillenerweiterungen über mehrere Tage können auftreten. Schluckbeschwerden und Trockenheit der Schleimhäute stehen bei scopola-minhaltigen Pflanzenteilen an der Tagesordnung.

Des Weiteren wird die Haut sehr heiß und trocken. Insbesondere Hals- und Kopfhaut sind meistens hochrot gefärbt. Weitere Nebenwirkungen, die auftreten können: heisere, raue Sprache, Harnsperre, Herzrasen bis hin zu Herzrhythmusstörungen und Kammerflimmern.

 

 


    Die Engelstrompete:
    schön, aber gefährlich