QUELLE: http://www .praevention.at         DATUM: 09.09.2010

Zielgruppen der Prävention

Die Zielgruppen der Prävention unterteilen sich grundsätzlich in drei ver-schiedene Bereiche, die sich grafisch als am Kopf stehende Pyramide darstellen lassen:

 

 

Als oberste, übergeordnete Einheit steht die allgemeine Bevölkerung für die breiteste Zielgruppe, die mittels universeller Prävention erreicht werden soll. Dazu zählen Maßnahmen, die für alle Personen wünschenswert sind, wie beispielsweise suchtpräventive Vorträge, Schulprogramme zur Förderung der Lebenskompetenzen, Maßnahmen am Arbeitsplatz, Informa-tionsmaterialien oder Kampagnen.

Die mittlere Zielgruppenebene richtet sich an Menschen, die ein über-durchschnittlich hohes Risiko für Substanzmissbrauch oder Abhän-gigkeit zeigen. Zu diesen Zielgruppen zählen beispielsweise Kinder von alkoholabhängigen Eltern.

Unter der Bezeichnung "indizierte Prävention" lassen sich jene Aktivitäten zusammenfassen, die sich an Personen richten, die bereits ein manifestes Risikoverhalten etabliert haben. Somit sind besonders diese Zielgruppen einem erhöhten Suchtrisiko ausgesetzt. Eine Zielgruppe für indizierte Präven-tion sind zum Beispiel junge Erwachsene, die am Wochenende wiederholt exzessiv Alkohol trinken.

Das Institut Suchtprävention arbeitet in erster Linie auf Basis eines indirekten Ansatzes, bei dem die Ansprechpartner nicht die genannten Zielgruppen sind, sondern Bezugspersonen dieser Gruppen. Diese Bezugspersonen können je nach eingesetztem Instrumentarium, Problemfeld und Ziel, Kinder, Jugend-liche, Eltern, Lehrkräfte, Jugendarbeiter, Exekutivbeamte, Krankenpflegeper-sonal, Personalverantwortliche sowie andere so genannte "Multiplikatoren", wie Journalisten oder Politiker, sein.