Artikelserie „Sucht- und Arbeitswelt“
Betriebliche Präventionsprogramme sind umso effektiver, je mehr und breiter Begleitmaßnahmen im Betrieb gesetzt werden. Eine längerfristig angelegte und immer wiederkehrende Thematisierung und Information zu Sucht- und Gesundheitsgefährdung, Arbeitssicherheit und Frühintervention trägt nachhaltig zu einer Veränderung von Konsumkulturen und Einstellungen bei. Das Institut Suchtprävention hat eine 6-teilige Artikelserie rund um das Thema Sucht im betrieblichen Kontext aufgelegt. Diese Artikel können je nach vorhandenen innerbetrieblichen Kommunikationswegen z. B. in einer Mitarbeiterzeitung, einem Newsletter, an schwarzen Brettern, durch Mailings, an MitarbeiterInnen herangetragen werden und ermöglichen so eine längerfristige Auseinandersetzung mit der Thematik.
Folgende Themen werden angesprochen:
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„Sucht – keine einfachen Antworten“
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„Alkohol – beliebt und unterschätzt“
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„Alkohol und Arbeitssicherheit"
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„Medikamente im Betrieb“
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„Mein Arbeitskollege hat ein Alkoholproblem – was tun?“
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„Erfahrungsberichte von Betroffenen“
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Daten zum Stellenwert vom Alkohol am Arbeitplatz
Im Rahmen des Drogenmonitoring Oberösterreich, einer oberösterreichweiten, repräsentativen Bevölkerungsbefragung erhebt das Institut Suchtprävention alle drei Jahre Wissen, Einstellungen und Konsumverhalten zum Thema Drogenkonsum und Substanzgebrauch. Ein Teil der Befragung widmet sich auch dem Bereich Alkohol am Arbeitsplatz:
Plakatserie „Alkohol am Arbeitsplatz“
Bei Problemen und Auffälligkeiten im Zusammenhang mit dem Konsum und Missbrauch von Suchtmitteln in der Arbeitswelt steht nach wie vor Alkohol im Vordergrund. Die Fachwelt geht davon aus, dass 5 bis 10 Prozent der Belegschaft eines Unternehmens Alkohol zumindest in einer missbräuchlichen Form konsumiert. An einem geschätzten Drittel der Arbeitsunfälle ist Alkohol mitbeteiligt (damit ist auch der „ganz normale“ Alkoholkonsum ohne Suchtgefährdung gemeint) und ca. jede sechste Kündigung erfolgt wegen Alkoholmissbrauchs, auch wenn dies nicht immer offen ausgesprochen wird. Betriebliche Suchtpräventionsprogramme zielen einerseits auf Früherkennung und zeitgerechte Intervention und Hilfestellung bei suchtgefährdeten Mitarbeitern ab. Andererseits geht es auch darum, die gesamte Belegschaft über Gefahren und Auswirkungen von Suchtmittelkonsum während der Arbeit zu informieren und zu sensibilisieren.
Damit soll eine betriebliche Konsumkultur in Richtung weniger oder kein Alkohol während der Arbeit beeinflusst werden und Gesundheitsförderung und Arbeitssicherheit gestärkt werden. Als Begleitmaßnahme betrieblicher Präventionsprogramme (z. B. Betriebsvereinbarung zur Suchtprävention) hat das Institut Suchtprävention eine Plakatserie aufgelegt, die das Thema „Arbeitssicherheit und Verantwortung für sich und andere“ thematisiert.
Die Plakatserie umfasst 5 verschiedene Sujets in denen Menschen in verantwortungsvollen Berufen (Seilbahntechniker, Schulbusfahrer, Richterin, Chirurg, Staplerfahrer) gezeigt werden und gefragt wird, was wäre, wenn diese ihren Job unter Alkoholeinfluss ausüben würden.
Damit soll auf die mögliche Selbst- und Fremdgefährdung im Zusammenhang mit Alkoholkonsum während der Arbeitszeit aufmerksam gemacht werden.
Da Sensibilisierung und Änderung von Verhaltenseinstellungen nur durch längerfristige Maßnahmen zu erreichen sind wurden mehrere verschiedene Sujets entwickelt, die alle 2 bis 3 Monate gewechselt werden können. So kann über den Zeitraum von ca. 1 Jahr das Thema aktuell gehalten werden.
Die Plakate können kostenlos als Serie (5 Sujets) oder einzeln am Institut Suchtprävention (Ansprechpartner siehe unten) bestellt werden.
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Ihre Ansprechpartner:
Herbert Baumgartner
Institut Suchtprävention
Hirschgasse 44, 4020 Linz
Tel.: 0732 / 77 89 36 - 16
E-Mail: herbert.baumgartner@praevention.at
Mag. Tanja Schartner
Institut Suchtprävention
Hirschgasse 44, 4020 Linz
Tel.: 0732 / 77 89 36 – 42
E-Mail: tanja.schartner@praevention.at
Materialien zum Download
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