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Localize It!

Zur Reduzierung von Rauschtrinken (Binge drinking) sowie dem Alkoholkonsum von Minderjährigen ist es sinnvoll, dass Präventionsmaßnahmen dort ergriffen werden, wo der Alkoholkonsum tatsächlich stattfindet – auf der lokalen Ebene und von möglichst bürgernahen Behörden und Akteuren. Eine umfassende lokale Alkoholstrategie hat sich hier als vielversprechender Ansatz bewährt. Zum einen sind die Kommunen auf lokaler Ebene für Alkoholprävention verantwortlich und zum anderen haben sie die entsprechenden Handlungsmöglichkeiten für die Umsetzung einer solchen lokalen Alkoholstrategie.

 

Im Rahmen des Projekts werden jeweils zwei ausgewählte Kommunen in Österreich, Italien, Belgien, Zypern, Tschechien, Deutschland, Griechenland, Niederlande, Luxemburg, Portugal und der Slowakei dabei unterstützt, maßgeschneiderte lokale Alkoholstrategien zu entwickeln und umzusetzen. Eine Toolbox, die u.a. einen Policy Brief enthält wird die Partner bei der Gewinnung der Kommunen unterstützen.

 

Sieben verschiedene Settings der Alkoholprävention werden im Projekt betrachtet: Elternarbeit (1), Schulen (2), Kinder aus suchtbelasteten Familien (3), Alkohol im öffentlichen Raum (4), Party Szenen, Festivals, Handel und Gastronomie (5) sowie Flüchtlinge (6) und Alkohol im Straßenverkehr (7). Für jedes Setting werden zunächst Good Practice-Ansätze erhoben, bewertet und im Rahmen einer Europäischen Konferenz ausgetauscht und diskutiert. Zudem gibt es für jedes Setting einen Projektpartner, der als Experte für sein Setting fungiert und u.a. Trainings für diejenigen organisiert und durchführt, die sich für das spezifische Setting entschieden haben.

 

In den Kommunen wird anhand eines RAR (Rapid Assessment and Response) wird ein Überblick der individuellen lokalen Situation gegeben und die relevanten Akteure und Stakeholder für das Problem sensibilisiert. Runde Tische werden in jeder der 22 Kommunen einberufen, die sich basierend auf den RAR-Ergebnissen für eines der sieben Settings entscheiden. In dem ausgewählten Setting wird eine Bedarfsanalyse durchgeführt und der IST-Stand erhoben, woraufhin der Runde Tisch einen individuellen Aktionsplan entwickelt. Für die Aktionspläne, die mindestens vier verschiedene Maßnahmen enthalten wird sich an den recherchierten Good Practice-Ansätzen orientiert. Neben der Entwicklung des lokalen und Europäischen Netzwerks werden die einzelnen Maßnahmen anhand einer Prozess- und Ergebnisevaluation bewertet.

Im Mai 2017 fand in Luxemburg das Kick-Off-Meeting statt, bei dem das Institut Suchtprävention als Österreich-Vertreter beteiligt ist. Teil von „Localize it“ ist auch die Entwicklung eines Manuals. Dieses soll später dazu dienen, den im Projekt als effektiv evaluierten Ansätze in ganz Europa zu verbreiten. Das Manual wird den Prozess der lokalen Alkoholstrategie beschreiben, Instrumente und Tools zur Verfügung stellen sowie spezifische Handlungsorientierungen für die verschiedenen Settings liefern und diese mit Good-Practice-Beispielen verdeutlichen. Die Prozess- und Ergebnisevaluation des Projektes übernimmt das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. "Localize it!" wird aus Mitteln der Europäischen Kommission (Chafea) gefördert.

 

Am 20. Dezember 2017 fand in Linz eine Pressekonferenz zu "Localize It" statt.

 

Weiterführende Infos zum Projekt Localize It:

 

Projekt-Website: www.localize-it.eu 

 

Projekt-Newsletter:

Localize It - Newsletter - Ausgabe 1

Ihr Ansprechpartner:

Christoph Lagemann
Leitung Institut Suchtprävention
christoph.lagemann(at)praevention.at
Tel.:  +43 (0) 732 77 89 36 - 11
Mobil: +43 (0) 664 330 40 64