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04.08.2016

Aktuelle Studien zum Thema Substanzgebrauch in Österreich


Mit der Österreichischen Bevölkerungserhebung zu Substanzgebrauch (rund 4000 Befragte) und der Schülerbefragung ESPAD (European School Survey Project on Alcohol and other Drugs) mit 8000 Befragten hat die Gesundheit Österreich GmbH zwei aktuelle und umfangreiche Studien zum Thema Substanzgebrauch in Österreich veröffentlicht.

Die „Österreichische Repräsentativerhebung zu Substanzgebrauch 2015“ ist die umfassendste Erhebung zum Konsum von und zu Einstellungen zu legalen sowie illegalen psychoaktiven Substanzen seit 2008. Die ESPAD-Erhebung (European School Survey Project on Alcohol and other Drugs) ist die weltweit größte Schülerbefragung zum Konsum von und zu Einstellungen zu legalen sowie illegalen psychoaktiven Substanzen.

Erste Zahlen aus den beiden Studien wurden im Mai dieses Jahres von den Experten des neuen Kompetenzzentrums Sucht der Gesundheit Österreich GmbH, das seit 1. Jänner die zentrale  Stelle für nationale Daten über Sucht darstellt, präsentiert. Sie diagnostizierten einen Rückgang beim Gebrauch von Suchtmittel in Österreich.

Demnach ist der Anteil der Menschen, die Alkohol in einem gesundheitsschädigenden Ausmaß  trinken, von 18 auf 14 Prozent gesunken. Bei den Schüler/innen ist der tägliche Alkoholkonsum ebenfalls gesunken.  21 Prozent der Österreicher rauchen täglich, elf Prozent gelegentlich. 68 Prozent sind Nichtraucher. „Bei Jugendlichen nimmt der Zigarettenkonsum ab", wird Suchtforscher Alfred Uhl  im „Standard“ zitiert. Im Jahr 2003 hatten noch 49 Prozent der österreichischen Jugendlichen innerhalb des letzten Monats zumindest eine Zigarette geraucht. 2015 waren es nur mehr 29 Prozent. Auch bei den Verkaufszahlen für Zigaretten wurde ein Rückgang registriert.

Beim Cannabiskonsum gaben 35 Prozent der 20- bis 30-Jährigen an, zumindest einmal Cannabis geraucht zu haben. Der Cannabiskonsum bleibe laut Julian Strizek von der Gesundheit Österreich GmbH  aber auf eine kurze Lebensphase beschränkt. Auch im Bereich der Opiatabhängigen mit problematischem Konsum (Injizieren und Mischkonsum) scheint sich die "Szene" in Österreich eher zu verkleinern.  Laut Martin Busch (Kompetenzzentrum Sucht) würden immer weniger Jugendliche in diesen problematischen Drogenkonsum einsteigen.