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QUELLE: http://www.praevention.at

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12.04.2018

Extremismus-Prävention in der Offenen Jugendarbeit


Das Online-Filmprojekt „Jamal al-Khatib - Mein Weg!“, das u.a. auf der Jugendtagung 2018 präsentiert wurde, ist ein multiprofessionelles, partizipatives Peer to Peer Projekt mit dem Ziel, islamistischer Propaganda alternative Erzählungen von jugendlichen Aussteigern aus der jihadistischen Szene entgegenzusetzen.

"Jamal al-Khatib – Mein Weg!" geht auf die Idee eines jungen Mannes zurück, der sich, nach seinem Rückzug aus der jihadistischen Szene und seiner Distanzierung von der jihadistischen Ideologie
dafür einsetzen wollte, andere Jugendliche davor zu bewahren, die gleichen Fehler zu machen, die er in der Vergangenheit begangen hatte. Da er aufgrund von mehreren Delikten zu einer langen
Haftstrafe verurteilt worden war, blieb ihm nur die Möglichkeit, Texte zu verfassen. „Ich will ein Buch schreiben, um andere Jugendliche davon abzuhalten, sich dem IS anzuschließen“, so seine Worte.

Mit Hilfe der Jugendsozialarbeiter/innen von „Back Bone – Mobile Jugendarbeit“ entstanden so einige autobiographische Texte über Episoden aus seinem Leben und seine heutigen Gedanken dazu.
Durch das gemeinsame Reflektieren der für seine Radikalisierung verantwortlichen Ereignisse und dem kritischen Hinterfragen jihadistischer Narrative während der Textproduktion wurde seine Abwendung von der jihadistischen Ideologie nachhaltig verstärkt. Er entwickelte alternative Sichtweisen seiner
Religion wie auch neue Perspektiven auf seine eigene Biographie.

Am 22.März 2018 fand die Abschlusspräsentation des Projekts in Wien statt. Dabei wurde auch ein pädogisches Paket präsentiert, das sich als Angebot an Praktiker_innen aus unterschiedlichen Bereichen, die sich in ihrer Arbeit mit den Phänomenen Extremismus und Radikalisierung auseinandersetzen wollen.

Die Materialien stehen auf der Website des Boja (Bundesweites Netzwerk Offene Jugendarbeit) zum Download zur Verfügung.

 

Quelle und weitere Infos:

boja