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27.08.2018

Langzeitstudie: Passivrauch in der Kindheit erhöht COPD-Risiko


Kinder, die in einer Umgebung aufwachsen, in der geraucht wird, haben in weiterer Folge ein erhöhtes Gesundheitsrisiko, zum Beispiel für Asthma. Das ist bereits seit längerer Zeit bekannt. Nun legt eine große Untersuchung aus den Vereinigten Staaten nahe, dass Kinder, die über einen längeren Zeitraum passivem Zigarettenrauch ausgesetzt waren, auch ein deutlich erhöhtes Risiko besitzen an der Lungenkrankheit COPD zu sterben. Das ist eine der Schlussfolgerungen einer kürzlich veröffentlichten Langzeitstudie der „American Cancer Society“ (ACS) in Atlanta (USA). Demnach haben Erwachsene, die selbst niemals rauchen, jedoch als Kind einer starken Passivrauchbelastung ausgesetzt waren, ein um 42 Prozent erhöhtes Risiko an COPD (Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung) zu sterben. Zudem ist das Risiko für einen Tod durch Herzerkrankungen oder Schlaganfälle erhöht: Um 27 beziehungsweise 23 Prozent.

Bei der Studie wurden Daten von knapp 71.000 Personen, die meisten im Alter zwischen 50 und 74 Jahren, analysiert. Diese haben niemals in ihrem Leben geraucht, waren jedoch in ihrer Kindheit zwischen 16 und 18 Jahre lang mehr als zehn Stunden wöchentlich Zigarettenrauch ausgesetzt. Die Daten wurden über einen Zeitraum von 22 Jahren erfasst. Laut den Forschern der American Cancer Society löse der Passiv-Rauch in der Kindheit vermutlich eine Kettenreaktion aus, die zu ersten Lungenschäden in der Kindheit und Jugend führen könne, in späterer Folge zu einer COPD.

 

Quellen und weiterführende Informationen:

ÄrzteZeitung.de: Passiv-Rauch in der Kindheit erhöht das Risiko für Tod durch COPD

American Cancer Society: Childhood Exposure to Secondhand Smoke May Increase Risk of Adult Lung Disease Death

 

Foto: Pixabay.com lizenziert unter CC0 Public Domain