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20.07.2017

Norwegen führt Einheitsverpackung für Tabakwaren ein


Auch der in Skandinavien beliebte Snus-Tabak wird in Norwegen künftig in Einheitspackungen verkauft. (Bild: fotolia)

In Norwegen dürfen künftig die meisten Tabakprodukte nur mehr in Einheitsverpackungen verkauft werden. Neben der grünbraunen Standardverpackung werden auch Material, Glanzgrad, Öffnungsmechanismus und Schriftgröße vorgeschrieben. Zudem müssen - wie auch in der EU - großflächige Schockbilder auf die Verpackungen gedruckt werden. Der Tabakindustrie bleibt ein Jahr Zeit, um die Vorgaben umzusetzen. 

Ziel der Maßnahme ist es, vor allem Kinder und Jugendliche davon abzuhalten, mit dem Rauchen anzufangen. Vor allem der Snus-Konsum unter Jugendlichen - das oral konsumierte Tabakprodukt ist vor allem in Skandinavien sehr beliebt - sei in den letzten 15 Jahren deutlich angestiegen, wie die staatliche Gesundheitsagentur Helsedirektoratet berichtet.

Norwegen ist nach Großbritannien, Irland und Frankreich das vierte europäische Land, das die Einheitsverpackung einführt. Pionier in diesem Bereich ist Australien, das bereits im Jahr 2012 Einheitsverpackungen und Schockbilder eingeführt hatte. Wie "Die Zeit" in einem Artikel berichtet, wurde Australien deshalb immer wieder erfolglos von der Tabakindustrie verklagt: "Die Tabakunternehmen fürchten die Einheitsverpackung, weil sie ihnen die Möglichkeit nimmt, ihre Zigaretten als einzigartig zu vermarkten."

 

Quellen und weiterführende Infos:

Artikel auf "Zeit Online": Norwegen macht die Zigaretten braun

Offizielle Information der Norwegischen Gesundheitsagentur: Standardised tobacco packaging in Norway