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16.05.2018

Rauchfreie Gastronomie könnte 30000 Krankenhausaufnahmen vermeiden


VIVID, die Fachstelle für Suchtprävention in der Steiermark hat in Kooperation mit dem GFA-Netzwerk Steiermark einen Ergebnisbericht zu den Gesundheitsfolgen einer rauchfreien Gastronomie veröffentlicht. Demnach könnte eine rauchfreie Gastronomie in Österreich pro Jahr 32.370 Krankenhaus-Aufnahmen vermeiden. Das nicht eingeführte gesetzliche Rauchverbot hätte Krankenhäuser somit deutlich entlasten können.

Das teilweise Rauchverbot in der Gastronomie mit erweitertem Jugendschutz stelle laut Bericht im  Vergleich zur bisherigen Situation eine gewisse Verbesserung dar. Diese sei insbesondere auf die zu erwartenden präventiven Effekte der geplanten Ausweitung des Jugendschutzes zurückzuführen und sollten daher zum Großteil Kindern und Jugendlichen zu Gute kommen.

Im Vergleich zur ursprünglich im Tabak- und Nichtraucherinnen- und Nichtraucherschutzgesetz (TNRSG) ab Mai  2018 vorgesehenen rauchfreien Gastronomie schneidet die  Änderung des TNRSG der Gesundheitsfolgenabschätzung zufolge jedoch sehr schlecht ab, weil damit auf zahlreiche eindeutig belegte zu erwartende stark positive Auswirkungen auf die Gesundheit der gesamten österreichischen Bevölkerung (Kinder, Jugendliche und Erwachsene  aus  allen  Bevölkerungsgruppen) verzichtet wird.

Zusammenfassend wird im GFA-Bericht festgehalten: "Dies bedeutet [...], dass aufgrund der vorhandenen Beweislage davon ausgegangen werden muss, dass eine Aufhebung oder Verzögerung der Einführung des bereits gesetzlich festgelegten rauchfreien Gastronomie jedes Jahr zu zahlreichen vermeidbaren Erkrankungsverschlechterungen und damit im Zusammenhang stehenden Krankenhausaufnahmen sowie in der Folge möglicherweise sogar Todesfällen führen wird."

Download GFA-Bericht

 

Foto: Pixabay.com lizenziert unter CC0 Public Domain