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06.09.2017

Sozialer Status schützt nicht vor Sucht


Eine Studie der Arizona State University hat in den Vereinigten Staaten gezielt Schülerinnen und Schüler aus wohlhabenden Wohngegenden über mehrere Jahre hinweg zu ihrem Substanzkonsum befragt und mit Gleichaltrigen aus der Allgemeinbevölkerung verglichen. Demnach sind Eliteschüler/innen einer höheren Suchtgefahr ausgesetzt als andere. Das berichtet das deutsche Onlineportal „drugcom“. Die (nicht repräsentativen) Ergebnisse zeigen, dass diese jungen Erwachsenen häufiger exzessiv Alkohol tranken und öfter als die Vergleichsgruppe zu Cannabis, Stimulatien, Kokain oder Ecstasy griffen.

Laut der Studie war neben dem häufigeren Konsum auch der Anteil einer Substanzabhängigkeit bei den wohlhabenderen Schüler/innen zwei bis dreimal höher als jener der Schüler/innen aus der Allgemeinbevölkerung. Studienleiterin Sunyia Luthar vermutet nicht zuletzt Leistungsdruck als einen Grund für den vergleichsweise häufigen Substanzkonsum bei den Eliteschülern. Sie besuchten allesamt die besten Schulen der Region und studierten vorwiegend an renommierten Universitäten. Neben dem Faktor Stress spiele aber auch die Verbreitung und Akzeptanz des Substanzkonsums im Freundeskreis sowie die Haltung der Eltern eine wichtige Rolle.

 

Quellen und weiterführende Infos:

Artikel auf drugcom.de: Nehmen reiche Kinder mehr Drogen?

Mitteilung der Arizona State University

Studienzusammenfassung im wissenschaftlichen Fachmagazin "Development and Psychopathology"

 

Foto: Pixabay.com lizenziert unter CC0 Public Domain