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25.07.2017

Suchtmittelbericht 2016: Zahl der Anzeigen erneut gestiegen


Innenminister Wolfgang Sobotka, Dieter Csefan, Leiter des Büros für Suchtmittel-Kriminalität im Bundeskriminalamt und Generaldirektor Konrad Kogler haben am 20. Juli 2017 den Suchtmittelbericht für das Jahr 2016 präsentiert. Demnach ist die Zahl der Anzeigen gegen das Suchtmittelgesetz in Österreich im Vergleich zum Vorjahr weiter angestiegen. In Summe waren es um 3.328 Anzeigen mehr als 2015. Die Gesamtzahl liegt bei 36.235 Anzeigen. Damit lag der Wert 2016 um über 12.000 Anzeigen höher als vor zehn Jahren. In Oberösterreich gab es 2017 in Summe 6060 Anzeigen, dies entspricht einem Anstieg von 18 % im Vergleich zu 2016. Die hohe Anzahl der Anzeigen geht vor allem auf die Einführung des Straftatbestandes „Drogenhandel im öffentlichen Raum“ per 1. Juni 2016 sowie einer hohen Anzahl an "Schwerpunktaktionen" der Polizei zurück.

Der deutlich größte Teil (rund 30.000) der Anzeigen wurde wie auch in den Jahren zuvor in Zusammenhang mit Cannabisprodukten (Cannabiskraut, Haschisch, Pflanzen) erstellt. Mengenmäßig wurden im Vorjahr von der Polizei 68,9 kg Heroin, 86,5 kg Kokain, 1.083 kg Cannabisprodukte, 29.485 Stück Ecstasy, 87,7 kg Amphetamin und 4,8 kg Methamphetamin sichergestellt. Der Schwarzmarktwert der sichergestellten Drogen lag bei rund 26 Millionen Euro.

Was die Nationalität betrifft, teilten sich die im Jahr 2016 erfolgten SMG-Anzeigen auf 20.672 gegen inländische und 12.784 Anzeigen gegen ausländische Tatverdächtige auf.

 

Quellen und weiterführende Informationen:

Bundesministerium für Inneres: Download Suchtmittelbericht 2016