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25.08.2016

Suchtmittelkriminalität: Anstieg bei Anzeigen


Am 24. August 2016 wurde der aktuelle Bericht zur Suchtmittelkriminalität veröffentlicht. Demnach ist die Anzahl der Anzeigen nach dem Österreichischen Suchtmittelgesetz (SMG) im Jahr 2015 um 8,8 Prozent von 30.250 (im Jahr 2014) auf 32.907 gestiegen. Das ist der höchste Wert der letzten zehn Jahre. In Oberösterreich gab es 2015 in Summe 5136 Anzeigen, dies entspricht einem Anstieg von 0,7 % im Vergleich zu 2014. Den stärksten Anstieg gab es mit einem Plus von 21,8 % in Wien. Die Anzahl der Anzeigen stehe jedoch auch immer in Verbindung damit, wie viel die Polizei kontrolliere, betonte Bundeskriminalamts-Chef Franz Lang bei der Präsentation des Suchtmittelberichts. Zudem seien die Ermittlungsmethoden verbessert worden, z.B. hinsichtlich der Auswertung von Handykontaktdaten der Dealer. Vor allem in Wien gab es zahlreiche „Hotspots“ im öffentlichen Raum, die zu einer erhöhten Anzahl an Einsätzen geführt haben. Der deutlich größte Teil der Anzeigen wurde wie auch in den Jahren zuvor in Zusammenhang mit Cannabisprodukten erstellt. Die auffallende Steigerung der sichergestellten Menge von Kokain von 31 kg im Jahre 2014 auf beinahe 120 kg im Vorjahr ist laut Bericht vor allem auf Großsicherstellungen zurückzuführen – wie jene über 52 kg Kokain im August 2015 in Oberösterreich. Was die Nationalität der Angezeigten betrifft, zeigt sich ein hoher Ausländeranteil. So erfolgten im Jahr 2015 insgesamt 20.296 Anzeigen gegen inländische und 10.510 Anzeigen gegen fremde Tatverdächtige wegen strafbarer Handlungen nach dem SMG.

Quellen und Medienberichte zum Thema:

Jahresbericht zur Suchtmittelkriminalität 2015