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QUELLE: http://www.praevention.at

09.10.2019

Eltern - Kinder: Unterschiedliches Risikobewusstsein im Internet

In Deutschland wurde kürzlich die Studie "EU Kids Online" veröffentlicht. Die Ergebnisse dieser repräsentativen Untersuchung, bei der 1.044 Kinder und Jugendliche im Alter von 9 bis 17 Jahren sowie Eltern nach ihren Online-Erfahrungen befragt wurden, zeigen dass sich die Risikowahrnehmung und das Risikobewusstsein der Kinder von jenem ihrer Eltern unterscheiden.

„Kinder haben in manchen Punkten ein anderes Risikoverständnis als Erwachsene. Während Eltern sich beispielsweise sorgen, dass ihr Kind mit sexuellen Inhalten in Berührung kommt, zeigen die Ergebnisse, dass diese Inhalte nicht per se negativ sein müssen, sondern mitunter für Heranwachsende im Rahmen ihrer sexuellen Entwicklung auch eine Informations- bzw. Orientierungsfunktion erfüllen können“, wird Prof. Dr. Uwe Hasebrink, Direktor des Leibniz-Instituts für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut, auf dem Portal klicksafe.de zitiert.

Unterschiedliche Auffassungen gibt es aber auch in Bezug auf das ungefragte Veröffentlichen von Kinderfotos durch die Eltern (Sharenting). So berichten laut Studie neun Prozent der befragten Kinder von 9 bis 17 Jahren, dass ihre Eltern ohne ihr Einverständnis Texte, Bilder oder Videos von ihnen ins Netz gestellt haben.

Drei Viertel der 12- bis 14-jährigen und 90 Prozent der 15- bis 17-jährigen Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind laut "EU Kids Online" regelmäßig mit ihrem Smartphone online. Bis zu drei Stunden verbringen die Heranwachsenden pro Tag durchschnittlich im Netz.

Quelle und weiterführende Infos: klicksafe.de