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QUELLE: http://www.praevention.at

10.06.2022

Psychische Krisen nehmen bei jungen Menschen in OÖ zu

Laut einer aktuellen Studie des SORA Institute of Social Research and Consulting im Auftrag der Arbeiterkammer Oberösterreich hat sich bei rund 40 Prozent der OberösterreicherInnen die psychische Gesundheit während der Corona-Pandemie verschlechtert. Die Befragung wurde im März dieses Jahres telefonisch und online mit 1212 OberösterreicherInnen ab 16 Jahren durchgeführt.

Neben der Verschlechterung der psychischen Gesundheit gaben auch 30 % der Befragten an, dass sich ihre körperliche Gesundheit verschlechtert hätte. Sehr hoch ist mit 18 % auch die Anzahl jener Menschen, die von Suizidgedanken berichten (an zumindest einzelnen Tagen in den letzten Wochen vor der Befragung).  Besonders alarmierend: Bei den jungen Menschen (bis 25 Jahre) waren es sogar 35 Prozent. Besorgniserregend sei laut der Umfrage auch, dass rund 70 Prozent der Jungen unter Hoffnungslosigkeit, unkontrollierbaren Sorgen und Einsamkeit leiden. Ebenso viele machen sich Sorgen um ihre Zukunft und haben Angst, den Anschluss an das Leben nachhaltig verloren zu haben. 54 Prozent berichten von schweren Konflikten zuhause.

Mit Blick auf die psychische Gesundheit sind es laut AK derzeit 29.500 junge Menschen in Oberösterreich, die sehr oder eher großen Bedarf an Unterstützung und Hilfe haben. Ungefähr 39 Prozent hätten psychosoziale Hilfe gebraucht, haben sie aber nicht in Anspruch genommen bzw. konnten das nicht - vorrangig wegen fehlender Informationen oder zu hoher Kosten.

 

Quellen und weiterführende Infos:

AK OÖ: 29.500 junge Menschen in Oberösterreich bräuchten psychosoziale Unterstützung

OÖN: Corona - Jeder dritte Jugendliche dachte an Selbstmord

Krisenhilfe OÖ: Rat und Hilfe bei psychischen Krisen