
Im Dezember 2025 wurde die 9. Oö. Jugend-Medien-Studie präsentiert. Die Studie wurde vom market Institut im Auftrag der Education Group durchgeführt. Dabei wurden rund 500 oberösterreichische Jugendliche im Alter von 11 bis 18 Jahren zu ihrem Mediennutzungsverhalten befragt. Zudem wurden auch rund 300 Eltern und 200 Pädagog*innen der Sekundarstufe 1 (MS, AHS Unterstufe) in die Untersuchung mit einbezogen.
Digitale Welt dominiert Freizeit und Kommunikation
Jugendliche verbringen ihre Freizeit hauptsächlich mit Ausruhen, digitalen Spielen und Online-Kommunikation, während persönliche Treffen leicht an Bedeutung verlieren. Soziale Medien wie WhatsApp, TikTok, YouTube, Instagram und Snapchat sind fest im Alltag verankert, mit einer durchschnittlichen Nutzungszeit von 135 Minuten täglich. Allerdings hat ein Viertel der Jugendlichen bereits negative Erfahrungen wie Beleidigungen gemacht, und ein Fünftel fühlt sich nach Social-Media-Aktivitäten unwohl.
Smartphone als unverzichtbares Zentrum des Alltags
Das Smartphone ist mit Abstand das wichtigste Gerät für Jugendliche und wird täglich für Kommunikation, Unterhaltung, Information und Fotografie genutzt. Alle anderen technischen Geräte wie Computer, Tablets oder Spielkonsolen sind deutlich weniger intensiv im Einsatz. Eine knappe Mehrheit der Jugendlichen befürwortet ein Handyverbot an Schulen, was eine gewisse Reflexionsfähigkeit zeigt.
Streaming ersetzt zunehmend klassische Medien
Streaming-Dienste wie Netflix, Spotify und YouTube haben klassische Fernsehsender und Radios nahezu verdrängt. Bei Videos dominieren Netflix und YouTube, während TikTok stark aufholt. Musik wird hauptsächlich über Streaming-Plattformen konsumiert, und auch beim Lesen bevorzugen Jugendliche zwar noch gedruckte Bücher, die allgemeine Lesebegeisterung nimmt jedoch ab.
Gaming als wichtiger sozialer Faktor mit positiven Effekten
Online- und Offline-Gaming nimmt jeweils etwa 80 Minuten täglich ein, wobei Online-Spiele beliebter sind und oft gemeinsam mit realen Freund*innen gespielt werden. Die Spiele sorgen für gute Laune und Entspannung, negative Emotionen wie Ärger oder Angst sind untypisch. Bei Jugendlichen über 14 Jahren werden die Eltern weniger über das Spielverhalten informiert, und kostenpflichtige Spiele (durchschnittlich 20 Euro monatlich) gewinnen an Bedeutung.
Bewusster Umgang mit neuen Technologien gefordert
Jugendliche nutzen das Internet selbstverständlich täglich und achten dabei auf Datenschutz sowie die Überprüfung von Informationen durch vertrauenswürdige Quellen. Künstliche Intelligenz wird vor allem für schulische Zwecke wie Informationssuche und Begriffserklärungen eingesetzt. Drei Viertel der Jugendlichen halten eine gute Vorbereitung auf die sinnvolle KI-Nutzung für wichtig und sehen hier die Schulen in der Verantwortung.
Alle Details zur 9. Oö. Jugend-Medien-Studie finden Sie auf den Seiten der Education Group:






