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Peer-Education

Die Gruppe der Gleichaltrigen ("Peers") spielt im Leben von Jugendlichen eine entscheidende Rolle. "Peer-Education" ist daher auch eine weit verbreitete Methode in der Suchtvorbeugung. Wissen, Erfahrung und Kompetenzen werden von geschulten Jugendlichen an Jugendliche weitergegeben.

 

Was sind Peers und was tun sie in der Schule?


"Peers" sind Schülerinnen und Schüler, die eine Ausbildung zum Thema Sucht und Suchtvorbeugung erhalten. Anschließend geben sie ihre Erfahrungen und ihr Wissen an ihre Klassenkollegen und in der ganzen Schule weiter – sei es im Unterricht, bei Schulaktionen oder einfach beim Zusammensein. Als Gleichaltrige (engl. "peers") sind sie dabei besonders glaubwürdig.

Die Peers gestalten suchtpräventive Unterrichtseinheiten für ihre Mitschüler/innen. Dies geschieht vorrangig in der eigenen Klasse, kann aber auch weitere Klassen mit einbeziehen.

Peers planen gemeinsam mit Lehrkräften suchtpräventive Aktionen und Projekte, die entweder in der eigenen Klasse oder aber auch klassen-übergreifend durchgeführt werden: etwa Pausenmöglichkeiten, Kommunika-tions- und Rückzugsräume oder Klassen- und Schulgestaltung. Dabei geht es immer um die konkrete Situation der Schule mit ihren Bedürfnissen, Möglichkeiten und Grenzen.

 

Inhalte der Peers-Ausbildung

  • Sucht und Suchtursachen
  • legale und illegale Drogen
  • Möglichkeiten der Suchtvorbeugung
  • Reflexion des eigenen Konsumverhaltens
  • Kennenlernen persönlicher Bedürfnisse
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Umgang mit Problemen und Konflikten

 

Peers: eine Sache der ganzen Schule!

Die Schulleitung und die Lehrkräfte der Schule unterstützen die Arbeit der Peers. Diese Zusammenarbeit ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg des Peers-Projekts.

 

Und so funktioniert's:

  • Teilnehmen können Klassen der 9. und 10. Schulstufe.
  • Anmeldung zum Projekt: jeweils bis Ende Oktober; Projektdauer: 2 Schuljahre.
  • Je Klasse werden 2 SchülerInnen als Peers ausgewählt. Diese erhalten dann vom Institut Suchtprävention eine Ausbildung (4 Tage).
  • Die Schule übernimmt anteilige Projektkosten von 100 Euro pro Peer
  • Eine Lehrkraft pro teilnehmender Klasse übernimmt die Begleitung der Peers während des Projekts.
  • In regelmäßigen Gremiensitzungen werden dann die Aktivitäten an der Schule geplant und besprochen.
  • Das Institut Suchtprävention begleitet und berät die Schule während der gesamten Projektdauer.

 

Best Practice

Projektbericht HAK Gmunden - Schuljahr 2014/15

Die HAK Gmunden ist seit vielen Jahren eine "Peers"-Schule. Den aktuellen Projektbericht können Sie hier nachlesen:

Projektbericht Peers HAK Gmunden

 

Praxisbericht "Peers"

Ein Resümee über zwei Jahre Peer-Tätigkeit haben sechs Suchtpräventions-Peers in der Medienwerkstatt der VHS Linz im Rahmen eines Video-Workshops gezogen:

Ihre Ansprechpartnerin:

Dr. Ilse Polleichtner
Abteilung Schule - Familie - Kinder
ilse.polleichtner(at)praevention.at
T +43 (0) 732 77 89 36 - 37