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QUELLE: http://www.praevention.at

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Auswirkungen des Konsums

Wenn Cannabis trotz des Verbots konsumiert wird, wird es meist geraucht, zum Beispiel pur, mit Tabak als „Joint“ oder in Wasserpfeifen (Shishas), Bongs (spezielle Wasserpfeifen), Chillums (Pfeifen) bzw. über Inhalationsgeräte. Teilweise wird Cannabis auch mit Nahrungsmitteln vermischt und gegessen (z.B. als Kuchen oder Kekse) bzw. getrunken (z.B. mit Milch oder als Tee). Cannabisöl kann sowohl auf Zigaretten gestrichen, als auch Tabak, Speisen bzw. Getränken beigefügt werden. Beim Rauchen tritt die Wirkung unmittelbar ein und dauert einige Stunden an. Beim Essen von Cannabis (z.B. in Form von Keksen) dauert der Wirkungseintritt zwischen 30 Minuten und 2 Stunden. Die Wirkdauer beträgt allerdings 5 bis 10 Stunden. Zudem sind Cannabisprodukte, die oral konsumiert werden, schwer zu dosieren.

 

Die Wirkung von Cannabis kann je nach Person und Tagesverfassung sehr unterschiedlich sein. Es gibt erwünschte und unerwünschte Effekte. Die Wirkung hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:

 

  • Höhe der Dosis
  • Höhe des Wirkstoff-Anteils (THC-Gehalt)
  • Art der Anwendung (rauchen, essen, trinken)
  • Konsumerfahrung
  • Momentane Stimmungslage und Erwartungshaltung
  • Temperament und seelische Stabilität
  • Umgebung während des Konsums (allein, mit Freunden,am Arbeitsplatz, im Urlaub, etc.)
  • Körperlicher Zustand (z.B. Gewicht, leerer Magen, Krankheiten, etc.)

 

Sofortige psychische Wirkung:

  • Verstärkung der momentanen Gefühlslage, sowohl bei heiterer als auch bei trauriger Grundstimmung
  • Beeinträchtigung der Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit
  • Beeinträchtigung des logischen Denkens
  • Entspannung, Antriebsminderung
  • Erhöhter Rede- und Lachdrang
  • Veränderte Wahrnehmung, z.B. Zeiterleben, Intensität von Farben oder Musik

 

Sofortige körperliche Wirkung:

  • Anstieg des Blutdrucks
  • Leichte Erhöhung der Pulsfrequenz
  • Rötung der Augen-Bindehaut
  • Erweiterte Pupillen
  • Heißhunger
  • Mundtrockenheit
  • Senkung des Augeninnendrucks
  • Bei zu hoher Dosierung: Übelkeit, Erbrechen

Risiken

Die Frage, ob und in welchem Ausmaß Cannabis gefährlich ist, lässt sich nicht kurz und einfach beantworten. Das Risiko hängt einerseits von der Menge, Häufigkeit und Dauer des Konsums ab, andererseits von den Gründen für den Konsum, der sozialen Umgebung, der konkreten Situation, dem Alter und der persönlichen Verfassung einer Person.

 

Überdosierungen

Überdosierungen bei Cannabis können zu Übelkeit sowie zu Angst- und Panikzuständen führen. Meist sind unerfahrene Konsumenten davon betroffen. Wenn die Wirkung nachlässt, klingen auch die Symptome wieder ab. Eine tödliche Überdosis Cannabis ist nicht bekannt.

 

Unfallgefahr

Cannabis beeinträchtigt die Reaktionsfähigkeit. Unter Einfluss von Cannabis sollte unter keinen Umständen ein Fahrzeug gelenkt bzw. eine Maschine bedient werden.

 

Mischkonsum
Kombinationen von Cannabis mit Alkohol, Medikamenten bzw. anderen illegalen Drogen können zu unberechenbaren Wirkungen führen.

 

Cannabis und seelische Störungen

Es gibt Hinweise darauf, dass Cannabis mit dem Ausbruch von seelischen Störungen (z.B. Schizophrenie) in Zusammenhang zu steht, wenn jemand eine Veranlagung dazu hat.

 

Strafrechtliche Folgen

Cannabis ist eine verbotene Substanz. Somit besteht für die Konsumenten das Risiko, Probleme mit Polizei und dem Gericht sowie einen damit verbundenen Dateneintrag zu bekommen.

 

Risiken bei langfristigem und häufigem Konsum:

Cannabis kann das Erinnerungsvermögen sowie die Lernfähigkeit beeinträchtigen. Häufiger Konsum kann daher vor allem bei jüngeren Personen während einer Ausbildung zu Problemen führen. Wird Cannabis geraucht, besteht das Risiko einer Schädigung von Lunge und Atemwegen sowie ein erhöhtes Krebsrisiko. Cannabis-Joints belasten die Lunge noch stärker als normale Zigaretten.

 

Psychische Abhängigkeit: Innerer Zwang zum Konsum, Kontrollverlust. Der Konsum wird auch dann fortgesetzt, wenn es bereits zu gesundheitlichen und sozialen Problemen gekommen ist. Steht kein Cannabis zur Verfügung, entstehen psychische Entzugssymptome wie z.B. starkes Verlangen („craving“), innere Unruhe oder depressive Verstimmungen.