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Cannabis und Jugendliche

Probierkonsum

Etwas auszuprobieren und mit Neuem zu experimentieren ist Teil des Jugendalters. Das gilt für viele Dinge – auch für Substanzen wie Alkohol, Nikotin oder eben Cannabis. Der Großteil der Jugendlichen mit Cannabis-Erfahrung probiert aus Neugierde einen „Joint“ und lässt es nach ein paar Versuchen wieder bleiben.

 

Gelegenheitskonsum

Junge Gelegenheitskonsumenten nehmen bei bestimmten Anlässen ab und zu Cannabis, z.B. bei Partys, im Urlaub oder bei Freizeitaktivitäten mit Freunden. Hier geht es in der Regel um Lustgewinn, Spaß und Wohlbefinden, also um ähnliche Gründe, die beim geselligen Alkoholtrinken eine Rolle spielen. Jugendliche, die gelegentlich Cannabis konsumieren, sind meist sozial unauffällig, also völlig „normale“ junge Menschen.

 

Regelmäßiger Konsum

Wenn Jugendliche mehrmals pro Woche oder gar täglich konsumieren, sind sie darauf angewiesen, dass Cannabis verfügbar ist. Sie halten sich daher häufig in Kreisen auf, in denen Cannabis geraucht wird und haben oft nur wenige Freunde, die das nicht tun. Im Gegensatz zu den Gelegenheitskonsumenten ist bei ihnen Cannabis ein fester Bestandteil des Alltags. Bei manchen Jugendlichen, die häufiger rauchen, handelt es sich um eine vorübergehende Phase, aus der sie nach einiger Zeit wieder aussteigen. Andere jedoch wollen längerfristig durch Cannabis ihr Wohlbefinden steuern oder ihre Alltagssorgen vergessen. Wer z.B. keinen Job findet, in der Ausbildung ständig überfordert ist, sich langweilt, eine Krise hat oder sich einsam fühlt, ist gefährdet, einen problematischen Gebrauch zu entwickeln. Dass sich Eltern oder nahestehende Erwachsene in diesen Fällen Sorgen machen, ist sehr berechtigt! Es genügt jedoch nicht, solchen jungen Menschen Cannabis nur verbieten zu wollen: Jugendliche brauchen günstige Lebensperspektiven und sie brauchen verlässliche Zuwendung und Unterstützung durch Erwachsene – auch wenn das für Eltern oft schwierig und anstrengend ist. Stellen Sie daher bei der Bewertung des Problems nicht allein den Cannabiskonsum in den Mittelpunkt, sondern gehen Sie auch auf die tiefer liegenden Probleme ein!

 

Das kann Jugendliche vor möglichen negativen Folgen schützen:

 

  • Rückhalt, Geborgenheit und gute Gesprächsbasis in der Familie
  • Unterstützung im sozialen Umfeld, z.B. Schule, Arbeitsplatz, Freundeskreis
  • Günstige Lebensperspektiven, z.B. durch einen guten Job oder eine gute Ausbildung.
  • Erwachsene Bezugspersonen, die über Sucht und Drogen gut und sachlich informiert sind und über Handlungskompetenzen verfügen (Gespräche führen, Hilfe holen).

Informationsfolder für Eltern zum Thema Cannabis: