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QUELLE: http://www.praevention.at

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Prävention

Die Cannabisprävention muss über Konsumrisiken informieren und sich vor allem an Personen richten, die besonders gefährdet sind, d.h. denen dringend empfohlen werden muss, nicht zu konsumieren.

 

Dazu zählen insbesondere:

 

  • Kinder und Heranwachsende. Sie sind besonders empfindlich hinsichtlich der Auswirkungen des Cannabiskonsums auf ihre Gesundheit und ihre psychosoziale Entwicklung
  • Schwangere und stillende Mütter
  • Herz- und Lungenkranke
  • Menschen mit psychischen Erkrankungen

 

Trotz gesetzlichem Verbot ist der Konsum von Cannabis eine Realität. Studien zeigen, dass ab ca. 15 Jahren einige Jugendliche anfangen, Cannabis auszuprobieren, manche konsumieren es auf Partys und einige beginnen, regelmäßig zu konsumieren. Angesichts der sehr verschiedenen Konsummuster ist es nicht einfach, eine für alle geltende Präventionsbotschaft zu geben.

Grundsätzlich sollte man sich am Ziel orientieren, dass nicht konsumiert wird. Jugendlichen darf nicht der Eindruck vermittelt werden, dass Cannabiskonsum akzeptiert oder gar gutgeheißen wird. Bei Jugendlichen, die Cannabis ausprobiert haben, sollte man verhindern, dass sie zu einem »Freizeitkonsum« übergehen, d. h. man sollte darauf hinarbeiten, dass sie nicht weiter kiffen – auch nicht ab und zu.

Heranwachsende, die bereits gelegentlich konsumieren, sollten dazu motiviert werden, die Häufigkeit ihres Konsums zu reduzieren bzw. mit dem Konsum ganz aufzuhören, damit sie nicht in einen regelmäßigen oder gar täglichen
(gewohnheitsmäßigen) Konsum abgleiten. Es geht also darum, individuelle Zugänge zu finden, die sich auf Dialog und Beratung stützen.

 

Jugendliche, die regelmäßig oder gar täglich konsumieren, befinden sich in einer besonders risikoreichen Situation. Sie sollten dazu motiviert werden, den Konsum möglichst zu stoppen oder ihn mindestens deutlich zu reduzieren. Wer häufig konsumiert, riskiert abhängig zu werden und eventuell nicht mehr aus eigener Kraft auf hören zu können. In solchen Fällen ist es wichtig und hilfreich, sich an Ärzte/Ärztinnen oder Fachpersonen von Suchtberatungsstellen zu wenden.

 

Schadensverminderung bei Erwachsenen


Eine wirklichkeitsnahe Politik zur Verhinderung von Drogenproblemen sollte pragmatisch sein: Trotz des gesetzlichen Verbots und trotz aller Risiken, Gesundheitsschäden und Unfälle zu erleiden, gibt es Personen, die Cannabis konsumieren. Deswegen ist es wichtig, dass sich die Prävention auch an Konsumierende richtet, damit diese in den Situationen, in denen sie konsumieren, so wenig Risiken wie möglich eingehen.

 

Erste Regel: Kein Cannabiskonsum, wenn man sich psychisch unwohl fühlt!
Cannabis ist kein Mittel, um sich besser zu fühlen oder Probleme zu
lösen. Im Gegenteil: In Situationen psychischer Krisen kann die Hanfdroge die negativen Gefühle noch verstärken.


Zweite Regel: Cannabis niemals in Situationen konsumieren, die Konzentration und Aufmerksamkeit erfordern, z.B. in der Schule oder am Arbeitsplatz, beim Bedienen von Maschinen und im Straßenverkehr. Die Straßenverkehrsordnung
sieht ein komplettes Verbot für alle illegalen Drogen, also auch für Cannabis, bei der Verkehrsteilnahme vor.


Dritte Regel: Um die Entstehung einer Abhängigkeit zu vermeiden, sollten die Häuf igkeit des Gebrauchs und die Konsummenge möglichst gering gehalten werden. Anders gesagt: Der Cannabisgebrauch sollte episodisch bleiben
und keinen zu wichtigen Platz einnehmen.


Vierte Regel: Keinen Mischkonsum von Drogen betreiben
Cannabis zusammen mit Alkohol, Psychopharmaka oder Drogen wie z.B. Ecstasy ergibt gefährliche Mischungen mit unvorhersehbaren Folgen.

Informationsfolder für Eltern zum Thema Cannabis: