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Auswirkungen des Rauchens

Unzählige Studien haben seit Mitte des letzten Jahrhunderts belegt, dass Rauchen in den westlichen Industriegesellschaften zu den häufigsten Ursachen für Krankheit, Invalidität und (frühzeitigen) Tod zählt. Nach Berechnungen von Experten geht in den Industrieländern etwa ein Drittel aller Todesfälle bei Menschen zwischen 35 und 65 Jahren auf das Konto des Tabakrauchens. In Österreich werden jährlich rund 14.000 Todesfälle dem Tabakrauchen zugeschrieben.


Rauchende haben ein doppelt so hohes Risiko an Krebs zu erkranken wie Nichtrauchende. Wer stark raucht, vervierfacht es sogar. Die kanzerogenen Komponenten der Gas- und der Partikelphase im Tabakrauch können dabei je
nach genetischer Veranlagung die Entstehung von Krebs auslösen oder die Rolle von Tumorpromotoren spielen. Bei Lungenkrebs sind die toxischen Verbindungen im Tabakrauch die wichtigste Ursache. Wissenschaftliche Studien belegen aber auch bei Tumoren der Mundhöhle, des Kehlkopfes, des Magens, der Bauchspeicheldrüse, der Blase, der Niere und des Gebärmutterhalses den kausalen Einfluss des Rauchens auf die Krebsentstehung. Zigarettenrauchen zählt zudem zu den wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Es begünstigt die Entstehung von Arteriosklerose und die Schädigung der Herz-Kreislauf-Gefäße. Bei vorgeschädigten Arterien erhöht das durch das Rauchen dickflüssigere Blut das Risiko für akute Gefäßverschlüsse.

 

Durch das Rauchen können Entzündungen der Atemwege (Bronchialkatarrh, Lun genentzündungen), insbesondere aber die chronische obstruktive Ventilationsstörung der Lunge (COLD) ausgelöst werden. Rauchbedingte Veränderungen der Lungenbläschen und Kapillargefäße führen zu häufig beobachteten Symptomen wie Raucherhusten und Auswurf und können in ein Lungenemphysem übergehen. Das Zigarettenrauchen erhöht erwiesenermaßen die Sterblichkeit von Föten und Neugeborenen und vermindert das Geburtsgewicht Neugeborener. Auch das Risiko einer Fehlgeburt steigt bei Frauen, die während der Schwangerschaft geraucht haben. Die Fruchtbarkeit von rauchenden Frauen und vermutlich auch die Qualität der Spermien von rauchenden Männern sind herabgesetzt.

 

Passivrauchen


Passivrauchen ist gesundheitsschädlich. Ist man dem Tabakrauch langfristig
ausgesetzt (Arbeitsplatz, Familie), steigt das Risiko, Krebs oder eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu bekommen um ein Viertel an. Kinder, die mit stark rauchenden Eltern aufwachsen, leiden häufiger an Atemwegserkrankungen.

 

Quelle und weiterführende Infos: Informationsfolder der Österreichischen ARGE Suchtvorbeugung