Logo

QUELLE: http://www.praevention.at

Diese Seite Drucken

Kommentare zum Körper können zutiefst verletzen.

 

„Oh, wow, hast du abgenommen?“ – „Sieh dir mal die schlanken Beine an“ – „Er wäre hübsch, aber er ist wirklich zu klein“ – „Geiler Arsch! Pfiff“ – Solche Kommentare nähren die Überzeugung – es gäbe EINEN erstrebenswerten und für alle erreichbaren Körper. Sie erzeugen Druck und vermitteln das Gefühl: So wie ich aussehe, ist nicht okay.

Die Kampagne „respect every-body“ möchte dem Phänomen Körperkommentare entgegenwirken und Menschen dazu sensibilisieren. Kommentare übers Aussehen bringen niemandem was, sind oberflächliches, nutzloses Gerede, können Nährboden für Essstörungen und Cyber|Mobbing sein.

 

Du willst selbst ein Zeichen gegen Körperkommentare setzen?

 

Mitmachen

Werde „respect every- body“ - Botschafter:in indem du mithilfst einen Safe Space zu erschaffen. Deine Schule, deine Klasse oder deine Freizeiträume können eine kommentarfreie Zone werden. Alle Körper dürfen sich dort aufhalten und wohl fühlen. Wir liefern dir kostenfrei Plakate, Buttons und Social Media Tools sowie die nötigen Informationen.

 

Online-Schulungstermine für Lehrkräfte

Für Schulen in Oberösterreich bieten wir für die Umsetzung  dieser Kampagne Materialien und ein Coaching an. In Kooperation mit Forum Prävention Bozen und der PH OÖ (offizielle Fortbildung mit Nummer) finden im Frühjahr 2024 zwei kostenlose Online-Schulungstermine für Lehrkräfte in Oberösterreich (24. April und 14. Mai: Dauer 2,5 Stunden inklusive kostenloses Handout und Toolkit!) statt.

 

Mittwoch, 24.04.2024   14:00 – 16:30 Uhr  >>> ZUR ANMELDUNG
Dienstag, 14.05.2024   15:30 – 18:00 Uhr   >>> ZUR ANMELDUNG

 

 

Gib Kommentaren zum Körper auch auf Social-Media keine Chance!

Nutze die Hashtags, um auf unangebrachte Bemerkungen hinzuweisen und stehe für die Vielfalt eines jeden Körpers ein.
Mit unserem Social Media Toolkit kannst du dein personalisiertes Statement für einen positiven und sensiblen Umgang mit unseren Körpern setzen.

#respecteverybody

#commentfreezone

Offizielles Kampagnenvideo der Initiative Respect every/body von Forum Prävention Südtirol - nach einer Idee von Lungomare Bozen

Nein sagen

Kommentare zum Körper? So kannst du mit bodyshaming*, lookismus**, catcalling*** umgehen.

Vergiss nicht: Wer kommentiert trägt die alleinige Verantwortung. – DU, dein Körper und dein Aussehen seid nicht schuld!

 

*bodyshaming: Bodyshaming meint jegliche Form von Diskriminierung, Beleidigung, Mobbing oder Demütigung aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes einer Person.

**lookismus: Die Schönheit dem Wert einer Person gleichzusetzen und z.B. Menschen, die einem aktuellen Idealbild nicht entsprechen, schlechter zu behandeln, ist eine Form von Diskriminierung.

***catcalling: ist eine Form von sexueller Belästigung durch sexualisierte, unerwünschte und belästigende Kommentare, Gesten, Geräusche, Schreie, Pfiffe im öffentlichen Raum.

 

  1. Mal ehrlich…
    Auf Körperkommentare zu reagieren ist alles andere als einfach, vor allem wenn WIR selbst davon betroffen sind, aber es ist wichtig, dem Umfeld die eigenen Grenzen aufzuzeigen und Grenzüberschreitungen zu thematisieren. Dabei entscheidet jede:r selbst, wann jemand zu weit geht.
    Beim Ansprechen dieser Themen ist wichtig, dass wir uns Mühe geben, respektvoll und konstruktiv zu bleiben. Ein klärendes, ruhiges Gespräch, hilft sehr viel mehr als Beleidigungen.
  2. Ansprechen
    Verletzt, belästigt oder stört dich ein Kommentar, versuche die Person direkt anzusprechen. Damit zeigst du dem Gegenüber, dass es eine Grenze überschritten hat. Solche Grenzüberschreitungen können auch unbewusst – unabsichtlich passieren, gerade deshalb ist es wichtig, diese aufzuzeigen. Lässt dich der Kommentar nicht mehr los, kannst du später das Gespräch mit der Person suchen und den Sachverhalt klären.

  3. Mit Blicken reagieren
    Die richtigen Worte zu finden kann uns allen schwerfallen, besonders in belastenden Situationen. Wenn du dich überfordert fühlst, dann kannst du auch über Blicke kommunizieren, dass du das Verhalten/ die Worte des Gegenübers als störend empfindest.

  4. Körperkommentare in sozialen Medien
    Auch in den sozialen Medien gilt: niemand hat das Recht dich wegen deines Körpers und Aussehens zu verletzen, beleidigen, belästigen. Du hast auf allen Plattformen die Möglichkeit grenzüberschreitende Aussagen zu melden oder zu löschen und die Autor:innen zu blockieren.

  5. Such dir Unterstützung
    Den eigenen Kummer loszuwerden und mit jemanden über die Vorkommnisse zu sprechen, kann Trost spenden und lässt dich neue Kraft schöpfen. Der Austausch mit Anderen kann dabei helfen, mit Stärke aufzutreten und den eigenen Körper sowie die eigene Person so zu akzeptieren, wie sie sind. Scheue dich nicht davor dir in deinem Umfeld und darüber hinaus Unterstützer:innen zu suchen.

  6. Positioniere dich und solidarisiere dich mit anderen
    Auch wenn die Körper Anderer kommentiert werden, kannst du dich klar dagegen positionieren. Denn diese Kommentare können den Betroffenen sehr nahe gehen. Stelle klar: „Ihr Körper geht nur sie was an.“ „Dieser Kommentar ist respektlos.“ Der Rückhalt von Anderen kann in solch schwierigen Situationen sehr hilfreich sein. Personen, die Beistand erhalten, fühlen sich weniger allein und verletzlich.

Hilfsangebote

Du oder jemand, den du kennst ist von Körperkommentaren oder Mobbinghandlungen betroffen? Hier findest du Unterstützung:

>>> Beratungshotline der Kinder- und Jugendanwaltschaft OÖ

 

Für dich oder für jemanden, den du kennst ist das Verhältnis zum eigenen Körper und/oder zum Essen schwierig? Hier findest du Hilfe:

>>> Psychosoziale Beratungsstellen pro mente OÖ 

 

Du interessierst dich für das Thema „Prävention von Essstörungen im Setting Schule“? Hier findest du Informationen:

>>> Infos des Instituts Suchtprävention pro mente OÖ

 

Das ursprüngliche Projekt "Respect every/body" ist eine Initiative von Forum Prävention in Südtirol, Idee und Design von Lungomare Bozen - und wird dankenswertersweise dem Institut Suchtprävention der pro mente OÖ zur Umsetzung in Oberösterreich zur Verfügung gestellt!