Sucht & Vorbeugung
Statistiken & Studien

Statistische Kennzahlen und Studien zum Thema Sucht

Die Frage, wie viele Personen eine bestimmte psychoaktive Substanz gebrauchen, bzw. diese in gesundheitsschädigendem Maße gebrauchen, bzw. vom Konsum abhängig sind, ist zentrale Fragestellung der Epidemiologie.

Erwartet werden hier meist einfach formulierte relativ präzise Prozentangaben. Der Sachverhalt ist allerdings komplex, es gibt viele methodologische Probleme und gravierende Ungenauigkeiten, die einfache, präzise und sichere Aussagen verunmöglichen. Man muss wissen, dass die betreffenden Statistiken immer mit Unschärfen verhaftet sind. Dies bedeutet nicht, dass die betreffenden Daten nicht mehr erhoben werden sollen, im Gegenteil. Es ist nur wichtig, sich bei der Auseinandersetzung mit den entsprechenden Statistiken der jeweiligen Probleme bewusst zu sein.

Von zentraler Bedeutung ist es, verschiedene Datenquellen zur Verfügung zu haben, weil die gesundheitliche Dimension des Substanzgebrauchs nicht aus nur einer einzigen Datenquelle abgeleitet werden kann, sondern eine Einschätzung der Situation nur in der Zusammenschau der verschiedensten Datenquellen möglich und sinnvoll ist.

Weiterführende Literatur

Statistische Kennzahlen zu Oberösterreich und Österreich

In diesem Sinne wird vom Institut Suchtprävention seit dem Jahr 1999 kontinuierlich ein Drogenmonitoring (Analyse aller relevanten Daten zur Sucht- und Drogenthematik) für das Bundesland Oberösterreich durchgeführt. Ein Ergebnis daraus ist ein regelmäßig erscheinendes Factsheet zur Sucht- und Drogenthematik in Österreich.

Die folgende Grafik zeigt einen Überblick zur Abhängigkeit verschiedener Substanzen bzw. Verhaltenssüchten in Österreich:

Drogenmonitoring Oberösterreich

Das Institut Suchtprävention führt im Auftrag des Landes Oberösterreich seit 1999 regelmäßig eine umfassende, oberösterreichweite repräsentative Bevölkerungsbefragung zum Thema Drogenkonsum und Substanzgebrauch durch.

Wesentliche Ziele:

  • Systematische Erfassung der Konsumtrends in Oberösterreich
  • Erhöhtes Wissen über Drogen
  • Erhöhtes Wissen über Problemlagen in Zusammenhang mit Drogen

Drogenmonitoring 2019

Factsheet Sucht

Das Institut Suchtprävention bietet mit dem "Factsheet Sucht" einen aktuellen und kompakten Gesamtüberblick über die Abhängigkeit und den Konsum von Substanzen und Verhaltenssüchten in Oberösterreich und Österreich. Das Factsheet wird laufend um neue Erkenntnisse und Zahlen erweitert und gewährleistet damit einen stets aktuellen Querschnitt der Prävalenzzahlen zu Substanzen und Verhaltenssüchten.

Factsheet Sucht Jänner 2026

Repräsentativerhebung zu Konsum- und Verhaltensweisen mit Suchtpotenzial 2022

Die umfassendste bundesweite Erhebung zu suchtrelevanten Konsum- und Verhaltensweisen sowie zu Einstellungen gegenüber suchtrelevanten Fragestellungen bietet umfassendes Datenmaterial zu den Themenbereichen Alkohol, Tabak und verwandte Produkte, illegale psychoaktive Substanzen.

Österreichische Repräsentativerhebung 2022

via Sozialministerium.gv.at; veröffentlicht im 2023

Jahresbericht zur Drogensituation in Österreich

Der "Bericht zur Drogensituation in Österreich" wird jährlich von der Gesundheit Österreich Gmbh im Auftrag der Drogenagentur der Europäischen Union (EUDA) und des des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz erstellt und befasst sich mit dem Thema illegale Drogen.

Bericht zur Drogensituation in Österreich 2025

via Gesundheit Österreich GmbH, veröffentlicht im April 2026

Epidemiologieberichte des ÖBIG

Mit dem "Epidemiologiebericht Sucht" steht, in Ergänzung zum jährlichen Bericht zur Drogensituation, eine Zusammenschau der aktuellen Daten aus dem epidemiologischen Routinemonitoring im Drogenbereich zur Verfügung. Der Bericht betrachtet Sucht in den Bereichen illegale Drogen, Alkohol, Nikotin und Glücksspiel in Österreich und bündelt dafür zahlreiche Datenquellen. Ziel ist es, u. a. folgende Fragen zu beantworten: Wie viele und welche Menschen sind von Sucht betroffen? Welches Konsumverhalten herrscht vor?

Epidemiologiebericht 2025

via Gesundheit Österreich GmbH, veröffentlicht im April 2026

Lagebericht zur Suchtmittelkriminalität

Das Bundesministerium für Inneres veröffentlicht jährlich einen Situationsbericht zur Suchtmittelkriminalität in Österreich.

Wie der ORF (News vom 16. Juli 2026) und andere Medien berichteten, vermeldet der aktuelle Bericht, dass Cannabis die am häufigsten sichergestellte illegale Droge in Österreich bleibt. Gleichzeitig verzeichneten synthetische Drogen wie Methamphetamin, Ecstasy und Ketamin die stärksten Zuwächse, während auch Kokain aufgrund hoher Reinheit und sinkender Preise weiter an Bedeutung gewinnt. Als große Herausforderung sehen die Behörden zudem die zunehmende Digitalisierung des Drogenhandels.

Download via BMI, veröffentlicht im Juli 2026:

Lagebericht Suchtmittelkriminalität 2025

 

ESPAD-Erhebung

Die ESPAD-Erhebung (European School Survey Project on Alcohol and other Drugs) ist die weltweit größte Schülerbefragung zum Konsum von und zu Einstellungen zu legalen sowie illegalen psychoaktiven Substanzen. Diese Erhebung wurde in Österreich im Jahr 2024 zum insgesamt fünften Mal (nach 2003, 2007, 2015 und 2019) durchgeführt.

ESPAD Österreich 2024

via Sozialministerium.gv.at; veröffentlicht im März 2025

Handbuch Alkohol Österreich

Das Handbuch Alkohol bietet einen umfassenden Überblick über alle in Österreich verfügbaren alkoholrelevanten Daten.

Handbuch Alkohol 2022/23

Statistische Kennzahlen Europa

EUDA-Jahresbericht

Der Jahresbericht der EUDA (European Union Drugs Agency) beinhaltet Fakten, Zahlen und Analysen zur Drogensituation in Europa und in den einzelnen Ländern.

Am 9. Juni 2026 hat die European Union Drugs Agency (EUDA) den aktuellen Europäischen Drogenbericht veröffentlicht. (siehe auch praevention.at-News vom 10.06.2026) Die Grundlage dafür bilden Daten aus 29 europäischen Ländern (EU-27, Norwegen und Türkei). Demnach sei die Verfügbarkeit und Anzahl bei allen Arten von illegalen Substanzen, wie auch in den Vorjahren, weiterhin sehr hoch. So wurden im Jahr 2025 in Europa erstmalig 50 neue psychoaktive Substanzen gemeldet, womit sich die Gesamtzahl der von der EUDA überwachten Substanzen auf 1050 erhöhte.

EUDA-Report 2026

via euda.europa.eu

HBSC-Studie

Die HBSC-Studie ist Teil eines international vergleichenden Forschungsvorhabens "Health Behaviour in School-aged Children (HBSC)", welches alle vier Jahre unter Schirmherrschaft der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durchgeführt wird. An der Studie nehmen zahlreiche Staaten aus Europa und Nordamerika teil, darunter auch Österreich. Untersucht werden dabei Zusammenhänge zwischen den Lebensumständen und der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen  5., 7., 9. und 11. Schulstufen aller Schultypen mit Ausnahme von Berufsschulen und sonder- und heilpädagogischen Einrichtungen.

Studie 2022 - Österreich-Teil

via BMSGPK; veröffentlicht 2023

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