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Das war die Jugendgesundheitskonferenz 2026

02. Juli 2026

Mehrere aktuelle nationale und internationale Studien zeigen, dass etwa ein Viertel aller Jugendlichen unter psychischen Problemen leidet. Niedergeschlagenheit, Zukunftssorgen und Schlafprobleme, aber auch Angststörungen, Depressionen und Substanzmissbrauchsstörungen werden in diesem Zusammenhang genannt. Daher ist es besonders wichtig, auf präventive Maßnahmen zu setzen, nicht als Einzelaktionen, sondern als Teil eines Bündels mehrerer Maßnahmen, das als langfristiger Prozess junge Menschen früh erreicht. 

Genau hier setzt die Initiative „Jugendgesundheitskonferenzen – Mental Genial“ an, weil sie über einen Zeitraum von vier Jahren (2025 bis 2028) Jugendliche in Oberösterreich die Chance bietet, in kreativer Art und Weise ihre mentale Gesundheit bzw. ihre psychosoziale Gesundheitskompetenz zu stärken.

Die Jugendgesundheitskonferenzen sind eine Maßnahme im Rahmen der österreichweiten Vorsorgestrategie – finanziert aus Mitteln der Bundesgesundheitsagentur. Sie werden in Oberösterreich vom Institut Suchtprävention, pro mente OÖ – im Auftrag des Landes OÖ – durchgeführt. Für die Umsetzung der Abschlussveranstaltung der diesjährigen Jugendgesundheitskonferenz konnte mit der Stadt Linz ein wichtiger regionaler Kooperationspartner gewonnen werden.

Zu den zentralen Projektzielen der Jugendgesundheitskonferenzen in Oberösterreich zählen:

  • Stärkung der Gesundheits- und Lebenskompetenz Jugendlicher mit Fokus auf die Förderung der psychosozialen Gesundheit
  • Jugendliche sollen ein breites Verständnis von Gesundheit erwerben, Selbstvertrauen gewinnen und Selbstwirksamkeit erfahren
  • Sensibilisierung von Pädagoginnen und Pädagogen und Jugendbetreuungen für das Thema „Jugendgesundheit“

Wichtige Faktoren für die Umsetzung waren einerseits die selbstbestimmte Projektentwicklung, das heißt, die Jugendlichen wurden dazu eingeladen, Themen der psychischen Gesundheit zu finden, die sie persönlich bewegen. Andererseits gab es durch das Institut Suchtprävention von pro mente OÖ kompetente fachliche Unterstützung für die Schulen und Organisationen, zum Beispiel in Form persönlicher Beratungen, aber auch in Form eines umfangreichen Methodenhandbuchs.

Rekordteilnahme bestätigt immenses Interesse

Wie bei der Premiere 2025 konnten sich auch heuer nach einer Informationsphase und einem Info-Nachmittag zu Beginn des Jahres interessierte Lehrkräfte, Kurstrainerinnen und -trainer, Jugend- und Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, die mit Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 20 Jahren arbeiten, gemeinsam als Klasse oder Gruppe zur Teilnahme an der Jugendgesundheitskonferenz 2026 anmelden. Alle Projekte, die die Förderkriterien erfüllten, wurden zudem mit finanziellen Förderungen - jeweils in Höhe von 500 Euro - unterstützt. Das Interesse war heuer so groß, dass die bereits im Vorjahr sehr hohe Anzahl an Einreichungen (58 Projekte mit über 1.100 Jugendlichen) in diesem Jahr nochmals übertroffen wurde!

So wurden 2026 in Summe 62 Projekte zu Themen der psychosozialen Gesundheitskompetenz umgesetzt. 50 im Setting Schule und 12 im außerschulischen Bereich. Die Teilnahme erfolgte gruppenweise, wobei im Jahr 2026 ein regionaler Schwerpunkt auf den Bildungsregionen Linz und Mühlviertel lag. Der Mindestprojektumfang bestand aus 6 Einheiten, die Mindestgruppengröße lag bei 5 Personen. Im Rahmen einer Info-Veranstaltung im Landesdienstleistungszentrum in Linz wurde das Methodenhandbuch vorgestellt, ebenso Möglichkeiten zur Themenfindung und Beispielprojekte aus dem Vorjahr. Zudem wurde der organisatorische Rahmen erläutert. Insgesamt haben sich zwischen April und Juni 2026 in Summe 1664 Jugendliche aus Schulen, Vereinen und Institutionen in ganz Oberösterreich an dieser Initiative beteiligt! Damit wurde auch die maximal mögliche Anzahl an Einreichungen für 2026 erreicht.

Die Ergebnisse aus den jeweiligen Gruppen sind, wie auch schon im Vorjahr, sehr vielfältig, bunt, kreativ und vor allem gesellschaftlich relevant. Die inhaltliche Palette reicht von Bewegungsangeboten über gesunde Ernährung und Kunst, Methoden zur Stärkung der Selbstwirksamkeit, der kritischen Auseinandersetzung mit Schönheitsidealen bis zu Kurzfilmen, in denen Aspekte mentaler Gesundheit thematisiert werden.

Der Besuch der Jugendgesundheitskonferenz am 01. Juli 2026 im Neuen Rathaus in Linz bildete für die teilnehmenden Gruppen bzw. Schulklassen den Abschluss und Höhepunkt der diesjährigen Jugendgesundheitskonferenz - Mental Genial in Oberösterreich. 

Weitere Infos und Impressionen zur Jugendgesundheitskonferenz 2026 folgen im Laufe der nächsten Tage!

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